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27.02.2019 | Leitthema

Palliative Harnblasenlangzeitdrainage: eine urogeriatrische Disputation

Zeitschrift:
Der Urologe
Autoren:
Prof. Dr. A. Wiedemann, Prof. Dr. R. Kirschner-Hermanns, Prof. Dr. H. J. Heppner

Zusammenfassung

Als Indikation zur Harnblasenlangzeitdrainage gilt die anders nicht behandelbare Blasenentleerungsstörung oder Harninkontinenz. Die Anlage eines transurethralen oder suprapubischen Katheters zur lebenslangen Harnblasendrainage stellt eine Maßnahme dar, die sowohl mit kurzfristigen, technischen Komplikationen verbunden ist, als auch langfristige Folgeerscheinungen nach sich zieht. So wird das Letalitätsrisiko der Anlage eines suprapubischen Blasenfistelkatheters mit rund 2 % angegeben. Neben den Folgen der Fehlpunktion bei der Anlage eines suprapubischen Katheters und der traumatischen Einlage eines transurethralen Katheters sind häufig Hämaturien, Infekte, Tenesmen, Steinbildungen, Obstruktionen, Katheterverluste und besonders bei kognitiv Eingeschränkten die Autodislokationstendenz Gründe für Notfallbehandlungen und Krankenhausaufenthalte. Weitere Problemfelder sind die Abhängigkeit von dem Pflegepersonal, das die erforderlichen Wechsel vornimmt, und Hautprobleme im Fistel-Stoma-Bereich. Inwieweit dies die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigt, ist bisher unklar. Die „akuten“ Komplikationsmöglichkeiten und die langfristigen Folgen machen es notwendig, die Indikation zur lebenslangen Harnblasendrainage streng und erst dann zu stellen, wenn alle anderen Therapieoptionen nicht anwendbar oder nicht gewünscht sind.

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