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Spezielle Schmerztherapie Palliative Schmerztherapie

Palliative Schmerztherapie

Therapiezielgespräch und Vorsorgeplanung in der Notaufnahme

Unter dem hohen Zeitdruck einer Notaufnahme hilft es, ein Therapiezielgespräch in vier Phasen zu teilen: Fundament – Fragen – Fakten – Fazit. Bereits fünf bis zehn Minuten können so ausreichen, um die Therapieziele im Einklang mit der medizinischen Indikation und dem individuellen Willen frühzeitig festzulegen, wie diese CME-Fortbildung praxisnah zeigt.

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Kasuistiken

Lebensbedrohliche Fehldiagnose unter Opioidtherapie

Eine fast 80‑Jährige wird bei nicht beherrschbaren Schmerzen unter Morphin‑Dauerinfusion notfallmäßig in ein stationäres Hospiz eingewiesen. Die alleinlebende Frau glaubt an ein Tumorrezidiv – tatsächlich aber leidet sie unter einer chronischen Opioidintoxikation. Dieser Fall zeigt, warum bei starken Schmerzen unter Opioiden jede Diagnose konsequent reevaluiert werden muss.

Krebspatientin in der Sterbephase: Was ist indiziert, was nicht?

Frau K. wird 8 Wochen nach Beendigung der letzten onkologischen Therapie ihres metastasierten Pankreaskarzinoms über den Rettungsdienst in deutlich reduziertem Allgemeinzustand aufgenommen. Sie isst und trinkt nicht mehr, ist schläfrig und hat zuletzt keinen Urin mehr ausgeschieden. Der pflegende Ehemann fühlt sich alldem nicht mehr gewachsen.

Mann mit metastasiertem Prostatakrebs und extremen Schmerzen

Ein 74-jährige Patient mit bekanntem lokal fortgeschrittenem und ossär metastasiertem Prostatakarzinom wird notfallmäßig aufgenommen. Bei zuletzt bestehendem Progress und Therapie mit Docetaxel berichtet er nun von Schmerzen einer Intensität von 9-10 auf der numerischen Rating-Skala. Bisher hat der Patient dreimal täglich 600 mg Ibuprofen eingenommen.

Weitere Artikel aus unseren Fachzeitschriften

Cannabis verschreiben? Auf diese psychiatrischen Risiken achten!

Von Abhängigkeit bis Psychose: Bei welchen Patientinnen und Patienten ist besondere Vorsicht geboten? Ob Cannabinoide bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden können, muss stets im Einzelfall entschieden werden. Auch aus psychiatrischer Sicht sind zuvor verschiedene Komorbiditäten und Risikofaktoren abzuklären.

Therapiezieländerung und Palliativtherapie auf Intensiv – wann und wie?

Wann ist bei intensivmedizinisch betreuten Krebskranken eine Therapiezieländerung sinnvoll? Ein „zeitlich begrenzter Therapieversuch“ kann den Entscheidungsprozess bei unklarer Prognose strukturieren – angepasst an die konkrete Situation, insbesondere bei Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen. Ebenso entscheidend ist die angemessene Kommunikation.

Handlungsempfehlung – Beenden lebenserhaltender Maßnahmen auf ITS

Intensivmedizinisch liegt der Fokus einer Begleitung am Lebensende auf der Linderung von Symptomen – oft verbunden mit dem Beenden lebenserhaltender Maßnahmen. Wonach kann sich das interprofessionelle Team bei dieser herausfordernden Aufgabe richten? Eine Handlungsempfehlung der Sektion Ethik der DIVI und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Gezielte Sedierung bei existenziellem Leid – ein Leitfaden

Wenn Menschen keinen Sinn mehr in ihrer Existenz sehen und unter schweren, nicht kontrollierbaren Symptomen leiden, wird von existenziellem Leid gesprochen. Daraus können Todeswünsche entstehen. Wann ist eine gezielte Sedierung indiziert? Wo verläuft die Grenze zur Suizidassistenz? Zwei Fallberichte veranschaulichen den Umgang mit dieser herausfordernden Situation.

Risiken und Nutzen der palliativen Chirurgie

Am Beispiel von häufigen viszeralchirurgischen Eingriffen werde praxisrelevante Fragestellungen zur palliativen Chirurgie diskutiert. Wann bieten sich alternative, weniger invasive Methoden an? Wann ist eine Operation die beste Wahl? Bei Dünn- und Dickdarmileus kann eine operative Therapie Symptome meist effektiv reduzieren. Doch es gibt auch Kontraindikationen.

Leitlinien-Update zum metastasierten Mammakarzinom

Für die Brustkrebstherapie sind zunehmend Faktoren wie der Keimbahn-BRCA- und der PD-L1-Status oder tumorspezifische Mutationen entscheidend. Außerdem verbessern Antikörper-Wirkstoff-Konjugate die Prognose. Lokale Therapien sind vor allem zur Symptomkontrolle wichtig. Eine Übersicht der aktuellen Empfehlungen.

Tod durch Überdosis bei palliativer Therapie?

Hat eine symptomorientierte Palliativtherapie mit intravenöser Opiat- und Sedativumgabe zum vorzeitigem Tod einer COPD-Patientin geführt? Die Angehörigen sind davon überzeugt, die behandelnden Ärztinnen und Ärzte weisen dies zurück. Der Fall geht vor Gericht.

Palliation älterer Menschen – Leitfaden Patientenautonomie

Konflikte zwischen ärztlicher Fürsorge, Angehörigenwünschen und Patientenwillen machen die Palliativversorgung älterer Menschen besonders komplex. Inwieweit können die Erkrankten über ihre medizinische Versorgung selbst entscheiden? Wie Sie auf Basis der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem Spannungsfeld umgehen können.

Tumorassoziierte Schmerzen adäquat behandeln – von medikamentös bis invasiv

Entgegen aller medizinischen Fortschritte bleibt das Management „tumorassoziierter Schmerzen“ defizitär. Dabei leiden je nach Tumorstadium bis zu 80 % der Krebskranken darunter. Ein modernes Therapieschema sieht neben den rein medikamentösen Optionen flankierend auch nichtmedikamentöse, invasive, neuromodulative und ablative Verfahren vor.

Sechs wichtige Fragen vor einem Off-Label-Use in der Palliativversorgung

An einem Off-Label-Use führt in der Palliativmedizin oft kein Weg vorbei. Worauf müssen Sie achten? Woher bekommen Sie die notwendigen Informationen? Der nachfolgende Beitrag nennt wichtige Überlegungen im Vorfeld der Verordnung und erklärt das Vorgehen anhand eines eindrücklichen Fallbeispiels.

Videos und Webinare

54 Best-Practice-Empfehlungen zur Palliativversorgung (Link öffnet in neuem Fenster)

Dr. rer. biol. hum. Julia Berendt, Uniklinikum Erlangen, Koordinationsstelle Palliativmedizin im CCC-Netzwerk, zeigt mit ihren Forschungsergebnissen, wie Palliativversorgung in onkologischen Spitzenzentren eingebunden werden kann. Die Empfehlungen werden jetzt und in den nächsten Jahren in den Spitzenzentren umgesetzt – verbindlich für alle von der Deutschen Krebshilfe geförderten Einrichtungen. Hier sehen Sie das Video auf der DKK-Webseite. 

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Buchkapitel zum Thema

Schmerztherapie

Schmerz ist eine der quälendsten Erfahrungen, er wird immer noch als ein Hauptgrund für den Ruf nach aktiver Sterbehilfe angegeben und gilt am Lebensende geradezu als „Normalität“. Das kann heute nicht mehr stimmen, sind doch mehr als 90 % der …

Schmerztherapie bei alten Menschen

Für eine Reihe von Schmerzursachen besteht eine Altersabhängigkeit, insbesondere für Schmerzen, die ihren Ursprung im muskuloskelettalen System haben, auf Degeneration beruhen oder die mit Krebserkrankungen assoziiert sind. Alte Patienten werden …

Schmerztherapie bei Kindern

Schmerztherapie bei Kindern sollte immer aus einer Kombination medizinischer und psychologischer Maßnahmen bestehen. Letztere sind bei bestimmten chronischen Schmerzformen – wie den funktionellen Bauchschmerzen – die einzig etablierte Therapie.

Tumorschmerz

Mit fortschreitendem Tumorwachstum treten bei der Mehrzahl der Patienten starke, behandlungsbedürftige Schmerzen auf. Schmerzen sind eines der häufigsten Symptome bei Tumorpatienten. In einer Übersicht aus verschiedenen epidemiologischen Studien …

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Neu im Fachgebiet AINS

Peripartale TVT: Antikoagulation wird zum Drahtseilakt

Tiefe Venenthrombosen (TVT) während der Geburt sind eine Seltenheit – und die Therapie heikel. Die Balance zu finden zwischen Antikoagulation und Blutungsrisiko ist in der peripartalen Periode besonders schwierig. Das musste auch ein gynäkologisches Team aus den USA erfahren.

Opioidvergiftung: Vom Arzneischrank in den Kindermund

Wenn opioidhaltige Medikamente im Haushalt frei zugänglich sind, erhöht das die Gefahr, dass sich ein Kind daran vergiftet. Forschende aus Dänemark haben diesen Zusammenhang nachgewiesen und fordern, die Eltern besser aufzuklären.

Funktionelle Bauchschmerzen: Hier gibt's Wissen per Mausklick

Ein Team führender Fachleute aus der Kinder-Gastroenterologie hat eine Informationsplattform zu funktionellen Bauchschmerzen entwickelt. Der Nutzen dieses Angebots für die Kinder, Jugendlichen und deren Eltern wurde nun im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht.

High-Flow-Sauerstoff senkt nicht Mortalität, aber Intubationsrate

Erhalten Menschen mit einer hypoxämischen respiratorischen Insuffizienz High-Flow-Sauerstoff über eine Nasenkanüle, senkt das im Vergleich zu einer Standard-Sauerstoff-Therapie zwar nicht die Sterberate, führt aber zu weniger Intubationen. Und allein das dürfte schon ein Vorteil sein.

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Bildnachweise
Extrakorporale Membranoxygenierung auf Intensivstation/© sudok1 / stock.adobe.com, Hand einer Seniorin in Hand einer jüngeren Frau/© Conny Hagen / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodellen), Rollator vor Krankenhausbett einer alten Frau/© Louis-Paul Photo / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Verschreibung von medizinischem Cannabis/© Africa Studio / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Arzt und Angehörige am Bett eines Mannes mit Atemmaske/© Verin / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Person hält die Hand eines Krebspatienten im Bett/© Photographee.eu / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Älter Patient im Klinikbett/© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Hände auf Tastatur/© strixcode / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodell), Kind mit Zerebralparese/© Antipina / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Medizinisches Personal während einer Op/© Morsa Images / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Wirbelsäulenmetastase/© stockdevil / stock.adobe.com, Ärztin und Patientin im Gespräch/© Pixel-Shot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), PET-MRT eines Pankreasschwanzkarzinoms/© Springer Medizin Verlag GmbH, Alte Patientin im Krankenhausbett und Angehörige/© PIKSEL / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Hände einer älteren Patientin/© hemvala40 / stock.adobe.com, Arzt untersucht Rücken eines Patienten/© gilaxia / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodel), Krebspatientin/© Photographee.eu / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Sterbende Patientin und Pflegerin/© Photographee.eu / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), OP-Tisch mit Geräten/© Banannaanna / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Frau mit Kopftuch und Infusion/© FatCamera / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Infusion/© Trsakaoe / stock.adobe.com, Beratung eines älteren Mannes zu Dokumenten/© Sladic / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Krebspatientin wartet auf Chemotherapie/© RFBSIP / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Älterer Mann mit Tabletten in der Hand/© vorDa / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Dr. rer. biol. hum. Julia Berendt/© Renate Babnik /DKG e.V., Search Icon, Pflegepersonal spritzt ein Antikoagulanz/© Kiryl Lis / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Kleinkind nimmt Tabletten aus Schublade/© Андрей Журавлев / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Tochter und Mutter am Smartphone/© Urheber / Agentur (Symbolbild mit Fotomodell), Nasale High-flow-Therapie /© toa555 / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), e.Med Anästhesiologie