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Therapiezieländerung und Palliativtherapie auf der Intensivstation – wann und wie?

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Zusammenfassung

Die intensivmedizinische Betreuung hämatoonkologisch erkrankter Patient:innen stellt ein Spannungsfeld zwischen lebensverlängernder Therapie und palliativmedizinischer Begleitung dar. Insbesondere bei limitierter Prognose gewinnen frühzeitige Therapiezielklärungen und der Übergang zu palliativ ausgerichteten Maßnahmen an Bedeutung. Wann ist eine Therapiezieländerung auf der Intensivstation sinnvoll und wie lässt sich eine patientenzentrierte, leidorientierte Versorgung strukturiert umsetzen? Das Konzept des zeitlich begrenzten Therapieversuchs („time-limited trial“, TLT) bietet einen strukturierten Rahmen, um bei unklarer Prognose eine begrenzte intensivmedizinische Behandlung mit definierten Erfolgskriterien zu ermöglichen. Wichtiger noch ist es, durch frühzeitige Kommunikation mit Patient:innen und Angehörigen Entscheidungen für Akutsituationen antizipierend zu treffen. Dies wird am Beispiel der Inhalte einer Aufklärung über Versuche der Wiederbelebungsbemühungen diskutiert. Die Einbindung von Palliativmedizin, Ethikberatung und interprofessionellen Teams trägt zur Vermeidung von Übertherapie und Wahrung der Patientenautonomie bei.
Titel
Therapiezieländerung und Palliativtherapie auf der Intensivstation – wann und wie?
Verfasst von
PD Dr. med. Ulrich S. Schuler
Publikationsdatum
02.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01324-2
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