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06.05.2020 | Palliativmedizin | Palliativmedizin und Supportivtherapie | Ausgabe 7/2020

Der Onkologe 7/2020

Leitliniengerechte Versorgung von Patienten mit malignen Wunden

Die neue S3-Leitlinie für Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 7/2020
Autoren:
Barbara Uebach, Elisabeth Krull, Steffen T. Simon, Claudia Bausewein, Raymond Voltz, Axel Doll, die Deutsche Leitliniengruppe S3-Palliativmedizin

Zusammenfassung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat als federführende Fachgesellschaft eine evidenzbasierte Leitlinie für Patienten mit einer nichtheilbaren Krebserkrankung erarbeitet. Maligne Wunden haben darin als eigenes Kapitel einen hohen Stellenwert. Ziel der Leitlinie ist es, Patienten mit ihrer malignen Wunde adäquat zu versorgen, um das Leiden von Patienten zu reduzieren und deren Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern. Eine Wundversorgung auf Grundlage von evidenzbasierten Empfehlungen oder Expertenkonsens soll Patienten, Angehörigen und Anwendern Sicherheit geben und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Herausgeber ist das Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Krebshilfe. Die Leitlinie wurde nach dem Deutschen Instrument zur methodischen Leitlinien-Bewertung (DELBI) erstellt: Es wurde eine systematische Recherche nach relevanten Leitlinien und spezifischen Studien durchgeführt. Eine Wundexpertengruppe diskutierte die Forschungsergebnisse und schlug Empfehlungen vor, die von Vertretern von 62 medizinischen Fachgesellschaften und weitere Organisationen überprüft, angepasst und genehmigt wurden.
Die Leitlinie enthält 34 Empfehlungen, 9 evidenzbasiert. Das Kapitel „maligne Wunden“ berücksichtigt Erfassung und Evaluation maligner Wunden, Therapiegrundsätze, Linderung wundbezogener Symptome (Schmerzen, Juckreiz, Wundgeruch, Exsudation, Blutungen) und Linderung psychosozialer Belastungen Betroffener und Angehöriger. Zu allen Punkten werden spezifische Empfehlungen gegeben, die im Rahmen des Workshops vorgestellt und erläutert werden. Assessmentinstrumente zur Einschätzung der Wunde, der Exsudation und des Geruchs und der wundbezogenen Lebensqualität werden dargestellt. Die Belastung der Teammitglieder wird ebenfalls berücksichtigt. Die S3-Leitlinie Palliativmedizin mit dem Kapitel „maligne Wunden“ kann dazu beitragen, die verbleibende Lebenszeit der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen erträglich und lebenswert zu gestalten. Sie nimmt dabei Patienten, Angehörige und alle weiteren Beteiligte in den Blick.

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Literatur
Über diesen Artikel

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