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Pankreaskarzinom – Screening oder Surveillance: Was ergibt Sinn?

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Zusammenfassung

Hintergrund

Trotz einer steten Verbesserung diagnostischer und therapeutischer Verfahren versterben, global wie national betrachtet, jährlich fast ebenso viele Personen am Pankreaskarzinom, wie daran erkranken. Voraussetzung für eine potenziell kurative Resektion ist die Diagnose in einem frühen Tumorstadium. Betroffene mit entsprechendem genetischen und/oder familiären Risikoprofil sollten überwacht werden und in strukturierte Surveillance-Programmen eingeschlossen werden.

Fragestellung

Wie ist der Status quo der aktuellen Screening- und Surveillance-Konzepte für das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC)?

Material und Methoden

Es wurde eine selektive Literaturrecherche der aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien und der zugrunde liegenden Literatur durchgeführt.

Ergebnisse

Etwa die Hälfte aller Pankreaskarzinome wird auch in Hochrisikopatientenkohorten im Rahmen von Surveillance-Programmen übersehen. Magnetresonanztomographie und Endosonographie ergänzt um CA19‑9 (± HbA1c) sind nicht spezifisch genug, um eine robuste Pankreaskarzinomfrüherkennung sicher zu gewährleisten. Ergänzende Biomarkerpanel werden zukünftig eine entscheidende diagnostische Rolle einnehmen.
Titel
Pankreaskarzinom – Screening oder Surveillance: Was ergibt Sinn?
Verfasst von
Dr. med. Simon Sirtl
Marlies Vornhülz
Felix O. Hofmann
Prof. Dr. Julia Mayerle
Georg Beyer
Publikationsdatum
12.02.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-024-00556-6
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Ältere Dame hält Tabletten und Packungsbeilage in den Händen/© Vladimir Vladimirov / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)