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Überwachung bei hohem Pankreaskrebsrisiko

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Auszug

Programme zur Überwachung von Hochrisikokandidaten für ein duktales Adenokarzinom des Pankreas könnten einer aktuellen Studie zufolge dazu beitragen, die Diagnose früher zu stellen und die Chancen auf das Überleben zu verbessern. US-Forschende hatten die Auswirkungen von Surveillance-Programmen auf die klinischen Ergebnisse anhand der Daten von 26 Hochrisikopersonen analysiert, die sich im Zuge des US-amerikanischen „Cancer of the Pancreas Screening Program“ (CAPS) jährlichen Untersuchungen mithilfe von Endosonografie oder Magnetresonanztomografie (MRT)unterzogen hatten und bei denen Pankreaskrebs diagnostiziert worden war. Als Vergleich diente eine Gruppe von 1.504 nach Alter, Geschlecht und Diagnosejahr passenden Personen mit Pankreaskarzinom, deren Daten im SEER(Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Register lagen und die in üblicher Weise chirurgisch und onkologisch behandelt worden waren. Wie sich zeigte, war der mediane primäre Tumordurchmesser der Hochrisikopatienten signifikant kleiner als bei den Kontrollpersonen (2,5 vs. 3,6 cm). Die Tumoren in der Screening-Gruppe waren eher in einem früheren Stadium (Stadium I: 39 vs. 10 %; Stadium II: 31 vs. 25 %) und 5 Jahre nach der Diagnose waren in dieser Gruppe weniger Patienten am Pankreaskarzinom gestorben als in der SEER-Kohorte (43 vs. 86 %). Die mittlere Überlebenszeit betrug 61,7 gegenüber 8,0 Monaten, und die Gesamtüberlebensrate erreichte nach 5 Jahren 50 % verglichen mit 9 %. …
Titel
Überwachung bei hohem Pankreaskrebsrisiko
Verfasst von
Dr. Robert Bublak
Publikationsdatum
24.10.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Im Fokus Onkologie / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 1435-7402
Elektronische ISSN: 2192-5674
DOI
https://doi.org/10.1007/s15015-024-3966-3

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