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01.11.2015 | Pankreastransplantation | Leitthema | Ausgabe 7/2015

Der Diabetologe 7/2015

Pankreastransplantation

Chance auf Insulinunabhängigkeit

Zeitschrift:
Der Diabetologe > Ausgabe 7/2015
Autoren:
Dr. C. E. Oberkofler, O. de Rougemont

Zusammenfassung

Hintergrund

Grundpfeiler der Behandlung des Diabetes mellitus ist das Insulin. Im Lauf der letzten Jahrzehnte etablierte sich die Pankreastransplantation als Therapieoption bei ausgewählten Patienten. In den meisten Fällen wird sie bei vorliegender diabetischer Nephropathie in Kombination mit einer Nierentransplantation durchgeführt.

Ziel

Ziel der Pankreastransplantation ist, die Blutzuckerkontrolle wiederherzustellen, das Risiko schwerer Hypoglykämien zu verringern und die Progression der vaskulären und neurologischen Sekundärkomplikationen des Diabetes zu stoppen bzw. zu verbessern.

Operation

75 % der Pankreastransplantationen werden als simultane Pankreas-Nieren-Transplantation durchgeführt. Das Pankreas wird nach medianer Laparotomie arteriell an die A. iliaca communis rechts und venös systemisch über eine portokavale Anastomose drainiert. Die exokrine Drainage erfolgt standardmäßig enteral.

Ergebnisse

Eine erfolgreiche Pankreastransplantation verlängert die Lebenserwartung und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität. Die Patientenüberlebensraten betragen > 96 % 1 Jahr nach der Transplantation und > 80 % nach 5 Jahren. Das Transplantatüberleben nach 1 und nach 5 Jahren beträgt 89 bzw. 71 %.

Schlussfolgerung

In den letzten 30 Jahren entwickelte sich die Pankreastransplantation zu einer erfolgreichen Therapie mit exzellenten Resultaten in ausgewählten Patienten mit Diabetes.

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