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02.01.2018 | Parodontale Erkrankungen | Fortbildung | Ausgabe 1/2018

Der Freie Zahnarzt 1/2018

Interaktionen zwischen Parodontitis und Systemerkrankungen

UPDATE

Zeitschrift:
Der Freie Zahnarzt > Ausgabe 1/2018
Autor:
Prof. Dr. James Deschner
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise
Diese Fortbildung wurde nach den Leitsätzen der Bundeszahnärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zur zahnärztlichen Fortbildung vom 01.01.2006 erstellt.
Vita-- Professor Deschner studierte von 1989 bis 1994 Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin; seine Promotion erfolgte 1997. Von 1994 bis 1998 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Parodontologie an der Humboldt-Universität, Berlin, und von 1998 bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität zu Köln tätig. In den Jahren 2002 bis 2006 forschte er an der University of Pittsburgh und an der Ohio State University in den USA. Von 2006 bis 2008 war Prof. Deschner wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Parodontologie der Universität Bonn, an der 2007 die Habilitation erfolgte. Seit 2000 ist Prof. Deschner Spezialist der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP). Außerdem leitete er zwischen 2008 und 2015 die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Klinische Forschergruppe 208 und ist seit 2009 Professor für experimentelle Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Universität Bonn. Seit 2015 leitet Prof. Deschner die Sektion für Experimentelle ZMK, Universität Bonn. Im Jahr 2017 wurde ihm die Ehrengastprofessur „Noel Martin Visiting Chair” der University of Sydney, Australien, verliehen.
Einhaltung ethischer Richtlinien-- Interessenkonflikt. J. Deschner gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Dieser Beitrag beinhaltet keine Studien an Menschen oder Tieren.
Danksagung-- Für die freundliche Bereitstellung der Abb. 3, Abb. 4 und Abb. 7 wird Dr. med. Jürgen Götz (Bad Abbach) und der Abb. 6 PD Dr. med. Björn Rath sehr herzlich gedankt.

Zusammenfassung

Parodontitis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Parodonts, die durch Knochen- und Attachment-Verlust gekennzeichnet ist und unbehandelt zu Zahnausfall führen kann. Da parodontalpathogene Mikroorganismen und Entzündungsmoleküle über die gingivalen Blutgefäße in die systemische Zirkulation gelangen können, ist es nicht verwunderlich, dass Parodontitis mit zahlreichen Erkrankungen des Gesamtorganismus, zum Beispiel Diabetes mellitus, Herzinfarkt, Schlaganfall und rheumatoider Arthritis, assoziiert ist. Interventionsstudien, das heißt Studien, in denen eine Erkrankung therapiert und nachfolgend der Effekt auf eine andere Erkrankung untersucht wurde, haben gezeigt, dass tatsächlich „kausale“ Zusammenhänge zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen bestehen. Durch eine effektive Parodontitistherapie können zum Beispiel die glykämische Einstellung bei Typ-2-Diabetes, die Arthritisaktivität und die Endothelfunktion verbessert werden. Andererseits tragen Systemerkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus, Adipositas, rheumatoide Arthritis, Osteoporose und neurodegenerative Erkrankungen, auch zum erhöhten Risiko für Parodontitis bei. In einer alternden Gesellschaft werden die Interaktionen zwischen Parodontitis und Erkrankungen des Gesamtorganismus eine immer größere Rolle spielen und wichtige Implikationen für die Anamneseerhebung, Aufklärung, Diagnostik und Therapie der parodontal erkrankten Patienten haben.

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