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Die Assoziation von Parodontitis und rheumatoider Arthritis

Erschienen in:

Zusammenfassung

Parodontitis (PAR) und rheumatoide Arthritis (RA) gehören zu den häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen des Menschen. Beide haben eine komplexe Ätiologie und sind durch eine immunologische Dysregulation gekennzeichnet. Die PAR ist primär bakteriell bedingt und führt durch entzündliche Zytokine sowie gewebeabbauende Enzyme zu einer fortschreitenden Zerstörung des Zahnhalteapparats. RA ist eine Autoimmunerkrankung mit systemischer Entzündung, die in Gelenkzerstörung und Organschäden mündet. Zwischen beiden Erkrankungen besteht eine signifikante epidemiologische und pathogenetische Assoziation, wobei gemeinsame endogene und exogene Risikofaktoren sowie ähnliche inflammatorische Mechanismen eine Rolle spielen. Die bakterielle Parodontopathogenese durch Porphyromonas gingivalis und dessen Virulenzfaktoren wird als möglicher Trigger autoimmuner Reaktionen bei RA diskutiert. Klinisch zeigen sich bei RA-PatientInnen eine erhöhte Prävalenz der PAR und eine verschlechterte Krankheitsaktivität. Erkrankungsparameter der RA korrelieren dabei positiv mit parodontalem Attachmentverlust und Zahnverlust. Für die zahnärztliche Versorgung von RA-PatientInnen sind funktionelle Einschränkungen, medikamentöse Nebenwirkungen sowie erhöhte Infektionsrisiken zu berücksichtigen. Ein interdisziplinärer, präventiv ausgerichteter Behandlungsansatz ist essenziell, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Titel
Die Assoziation von Parodontitis und rheumatoider Arthritis
Verfasst von
Dr. A. M. Mahler
PD Dr. med. J. Detert, MHBA
PD Dr. N. Pischon
Publikationsdatum
08.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
wissen kompakt / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 1863-2637
Elektronische ISSN: 2190-3816
DOI
https://doi.org/10.1007/s11838-025-00229-2
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