Gutartige Parotistumoren
Chirurgie und Management perioperativer Komplikationen
- 01.12.2025
- Parotistumoren
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 01.12.2026
- Anzahl Versuche
- 2
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Raumforderungen der Glandula parotidea sind selten und überwiegend gutartig. Ihre chirurgische Behandlung ist aufgrund der Nähe zum Nervus facialis herausfordernd. Besonders das pleomorphe Adenom und das Zystadenolymphom treten häufig auf. Das chirurgische Vorgehen richtet sich nach Lage, Größe und Verdachtsdiagnose der Raumforderung. Während früher radikale Operationstechniken bevorzugt wurden, steht heute die Reduktion der Operationsmorbidität durch weniger invasive Resektionsverfahren im Fokus. Hier bietet insbesondere die extrakapsuläre Dissektion funktionelle Vorteile gegenüber ausgedehnteren Resektionen bei vergleichbar niedrigen Rezidivraten. Komplikationen wie Fazialisparesen, Speichelfisteln und das Frey-Syndrom treten dadurch mit geringerer Inzidenz und Ausprägung auf, sind dann aber gut behandelbar, z. B. mit Botulinumtoxin. In speziellen Fällen – etwa bei gesichertem, bilateralem Zystadenolymphom – kann der chirurgischen Therapie ein konservatives Vorgehen im Sinne eines Wait-and-scan-Konzepts vorgezogen werden. Ziel bleibt stets die vollständige Resektion bei maximalem Funktionserhalt.
Nach Absolvieren dieser Fortbildungseinheit können Sie …
- die typischen klinischen und histologischen Merkmale des pleomorphen Adenoms und des Zystadenolymphoms benennen.
- die Unterschiede zwischen den gebräuchlichen Resektionsverfahren bei gutartigen Parotistumoren erklären.
- den Stellenwert der extrakapsulären Dissektion bei gutartigen Parotistumoren beurteilen.
- die postoperative Speichelfistel anhand eines Stufenschemas behandeln.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].