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22.12.2016 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Der Urologe 3/2017

Pathogenese urologischer Komplikationen nach Strahlentherapie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Y. Tolkach, Prof. Dr. G. Kristiansen

Zusammenfassung

Die Strahlentherapie ist eine gängige, häufig eingesetzte uroonkologische Behandlungsmethode. Eine häufige Indikation zur Strahlentherapie im urologischen Bereich ist Behandlung des Prostatakarzinoms. Hier wird sie entweder als primär kurativer Ansatz, oder aber postoperativ als Adjuvans bzw. als sog. Salvagetherapie eingesetzt. In diesem Übersichtsartikel fassen wir die pathogenetischen Mechanismen der Strahlenschäden zusammen und stellen die typischen strahlenbedingten Gewebeveränderungen vor. Zwar können alle urogenitalen Organe Strahlenschäden erleiden, am häufigsten ist jedoch die Harnblase betroffen, welche eine typische Reaktionskaskade zeigt, die akute und späte Veränderungen in einer dosisabhängigen Weise einschließt. Eine Bestrahlung der Prostata zeigt Auswirkungen auf die Harnblase (oft) und seltener auf die Harnröhre (speziell die bulbomembranöse Harnröhre). Eine Harnleiterschädigung mit Strikturbildung ist fast immer eine Folge intraoperativer Radiatio bzw. externer Nachbestrahlung von außerurologischen Malignomen (gynäkologische Organe, Rektum, retroperitoneale Weichteiltumoren). Die postradiotherapeutischen Gewebeveränderungen insbesondere der Prostata können diagnostische Probleme für Urologen und Pathologen verursachen.

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