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Die Onkologie

Pathologie und molekulare Pathologie des Hodgkin-Lymphoms

  • 01.01.2010
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hodgkin-Lymphome (HL) umfassen das noduläre, lymphozytenprädominante Hodgkin-Lymphom und das klassische Hodgkin-Lymphom, die separate Entitäten darstellen. Auch in der neuen WHO-Klassifikation werden die klassischen Hodgkin-Lymphome in den nodulär-sklerosierenden Subtyp, den Mischtyp, den lymphozytenreichen und den lymphozytenarmen Subtyp unterteilt. Hodgkin-Reed-Sternberg- (HRS-)Zellen stellen die Tumorzellpopulation im klassischen Hodgkin-Lymphom dar, während LP-Zellen charakteristisch für das noduläre, lymphozytenprädominante Hodgkin-Lymphom sind. HRS-Zellen stammen wahrscheinlich von präapoptotischen Keimzentrum-B-Zellen ab, und auch die LP-Zellen zeigen zahlreiche Keimzentrummerkmale. HRS-Zellen zeichnen sich durch eine Herabregulation des B-Zell-Phänotyps und eine Aktivierung zahlreicher potenter Signaltransduktionswege aus. Dazu zählen die konstitutive NFκB-Aktivierung, die JAK/STAT- und PI3K-Kaskaden sowie eine gesteigerte Expression antiapoptotischer Moleküle. Mit der kürzlichen Entdeckung von inaktivierenden Mutationen im TNFAIP3-Gen (A20) in ca. 40% aller klassischen Hodgkin-Lymphome scheint die NFκB-Signalkaskade eine zentrale Stellung in der Pathogenese einzunehmen.
Titel
Pathologie und molekulare Pathologie des Hodgkin-Lymphoms
Verfasst von
Prof. Dr. A. Rosenwald
R. Küppers
Publikationsdatum
01.01.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 1/2010
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-009-1771-4
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