Koloniales Unrecht aufarbeiten – Provenienzforschung zur historischen „Schädelsammlung“ der Universität Leipzig (Deutschland)
- 03.12.2025
- Pathologie
- Hauptreferate: Arbeitsgemeinschaften der DGP
- Verfasst von
- Dr. Ulrike Lötzsch
- Isabelle Reimann
- Erschienen in
- Die Pathologie | Sonderheft 1/2026
Zusammenfassung
Eine seit Jahren zunehmende Zahl von Museen und wissenschaftlichen Einrichtungen übernehmen Verantwortung für ihre Vergangenheit, indem sie Provenienzforschung in ihren Sammlungen initiieren und sich mit den dabei aufgedeckten Unrechtskontexten auseinandersetzen. Der Beitrag stellt ein Projekt am Institut für Anatomie in Leipzig vor, in welchem zu den Provenienzen von mehr als 600 menschlichen Schädeln und Köpfen aus kolonialen Zusammenhängen geforscht wird. Diese „ancestral remains“ – Überreste von Vorfahren – sind Teil einer historischen „Schädelsammlung“ der Universität, die langfristig aufgelöst werden soll. Die Autorinnen geben Einblicke in ihre Vorgehensweise bei der Einbindung der heutigen Herkunftsländer und Communities und berichten beispielhaft über erste Forschungsergebnisse. Sie betreffen die Sammlungsgeschichte, die verstorbenen Individuen, die Sammler und ihre Netzwerke sowie die Umstände der Beschaffung von „ancestral remains“. Abschließend werden Repatriierungen als ein Ziel der Provenienzforschung sowie die damit verbundenen Herausforderungen thematisiert.
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- Titel
- Koloniales Unrecht aufarbeiten – Provenienzforschung zur historischen „Schädelsammlung“ der Universität Leipzig (Deutschland)
- Verfasst von
-
Dr. Ulrike Lötzsch
Isabelle Reimann
- Publikationsdatum
- 03.12.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwort
- Pathologie
- Erschienen in
-
Die Pathologie / Ausgabe Sonderheft 1/2026
Print ISSN: 2731-7188
Elektronische ISSN: 2731-7196 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00292-025-01513-y
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