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Die Pathologie

Koloniales Unrecht aufarbeiten – Provenienzforschung zur historischen „Schädelsammlung“ der Universität Leipzig (Deutschland)

  • 03.12.2025
  • Pathologie
  • Hauptreferate: Arbeitsgemeinschaften der DGP
Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine seit Jahren zunehmende Zahl von Museen und wissenschaftlichen Einrichtungen übernehmen Verantwortung für ihre Vergangenheit, indem sie Provenienzforschung in ihren Sammlungen initiieren und sich mit den dabei aufgedeckten Unrechtskontexten auseinandersetzen. Der Beitrag stellt ein Projekt am Institut für Anatomie in Leipzig vor, in welchem zu den Provenienzen von mehr als 600 menschlichen Schädeln und Köpfen aus kolonialen Zusammenhängen geforscht wird. Diese „ancestral remains“ – Überreste von Vorfahren – sind Teil einer historischen „Schädelsammlung“ der Universität, die langfristig aufgelöst werden soll. Die Autorinnen geben Einblicke in ihre Vorgehensweise bei der Einbindung der heutigen Herkunftsländer und Communities und berichten beispielhaft über erste Forschungsergebnisse. Sie betreffen die Sammlungsgeschichte, die verstorbenen Individuen, die Sammler und ihre Netzwerke sowie die Umstände der Beschaffung von „ancestral remains“. Abschließend werden Repatriierungen als ein Ziel der Provenienzforschung sowie die damit verbundenen Herausforderungen thematisiert.
Titel
Koloniales Unrecht aufarbeiten – Provenienzforschung zur historischen „Schädelsammlung“ der Universität Leipzig (Deutschland)
Verfasst von
Dr. Ulrike Lötzsch
Isabelle Reimann
Publikationsdatum
03.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Pathologie
Erschienen in
Die Pathologie / Ausgabe Sonderheft 1/2026
Print ISSN: 2731-7188
Elektronische ISSN: 2731-7196
DOI
https://doi.org/10.1007/s00292-025-01513-y
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