Zum Inhalt
Die Radiologie

Pathologische Wirbelkörperfrakturen

  • 16.09.2025
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Klinisches Problem

Pathologische Wirbelkörperfrakturen sind nichttraumatische Frakturen, die durch metabolische Erkrankungen, Tumorinfiltration, entzündliche Prozesse oder andere pathologische Veränderungen hervorgerufen werden und häufig die Erstmanifestation einer bislang unerkannten Grunderkrankung darstellen. Die klinische Symptomatik ist variabel, häufig treten akute Rückenschmerzen, ggf. neurologische Defizite bis hin zur Querschnittsymptomatik auf. Tumorbedingte Frakturen sind oft progredient und therapieresistent gegenüber konservativen Maßnahmen.

Radiologische Standardverfahren

Die Diagnostik erfolgt stufenweise mit einer Röntgenuntersuchung (Basisdiagnostik), Computertomographie (CT; detaillierte Fraktur- und Knochenanalyse) und Magnetresonanztomographie (MRT; differenzierte Beurteilung: benigne vs. maligne, Tumorinfiltration, Rückenmarkkompression).

Empfehlungen für die Praxis

Pathologische Wirbelkörperfrakturen sollten immer als potenzielles Erstsymptom einer schwerwiegenden Grunderkrankung ernst genommen und zügig abgeklärt werden. Dazu gehört neben einer sorgfältigen Anamnese eine klinische Untersuchung und eine sinnvolle Stufendiagnostik mittels Bildgebung. Das therapeutische Vorgehen hängt hierbei von der Grunderkrankung sowie vom Ausmaß der Fraktur ab und reicht von einem konservativen Vorgehen bis hin zur operativen Versorgung.
Titel
Pathologische Wirbelkörperfrakturen
Verfasst von
Josef Mohamad
Publikationsdatum
16.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01514-1
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Radiologie

Dilatierte Aorta ascendens: Mehr Überwachung = mehr Sicherheit?

US-Radiologinnen und -Radiologen haben retrospektiv Fälle ihrer Einrichtung ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass mehr Surveillance bei erweiterter Aorta ascendens nicht immer hilfreich ist: In der Mehrzahl der Fälle blieben die Dilatationen stabil – und um die seltenen Fälle mit späterer Dissektion besser identifizieren zu können, müssten andere Faktoren noch stärker berücksichtigt werden.

Geringes NSF-Risiko nach Gadoliniumgabe bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz

Bei Patientinnen und Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion traten laut einer aktuellen Studie Diagnosen einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) nach der Gabe gadoliniumhaltiger Kontrastmittel nur äußerst selten auf. Die Häufigkeit unterschied sich nicht von jener bei Kontrollpersonen ohne Niereninsuffizienz.

Auswahlkriterien fürs Lungenkrebs-Screening sind verbesserungsfähig

Ob Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening per Low-Dose-CT besteht, wird meistens über kategoriale Grenzwerte definiert. Effizienter und effektiver wäre es wohl, sich am individuellen Erkrankungsrisiko gemäß etablierter Scores zu orientieren. Das wird auch durch die deutsche HANSE-Studie belegt.

Vorhaltepauschale: 2,50 Euro mehr pro Fall? Dafür lohnt es sich, einen Blick drauf zu werfen!

  • 11.01.2026
  • EBM
  • Nachrichten

Einfach alles beim alten lassen, oder doch für die Vorhaltepauschale Abläufe ändern? Arzt und Praxisberater Dr. Georg Lübben erläutert im Interview, für wen es sich lohnen könnte, aktiv zu werden.

Update Radiologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Radiologe injiziert Kontrastmittel/© pangoasis / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Älterer Mann erhält CT-Scan/© Tyler Olson / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Frau ist im Videocall mit einem Arzt/© seb_ra / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)