Pathologische Wirbelkörperfrakturen
- 16.09.2025
- Leitthema
- Verfasst von
- Josef Mohamad
- Erschienen in
- Die Radiologie | Ausgabe 11/2025
Zusammenfassung
Klinisches Problem
Pathologische Wirbelkörperfrakturen sind nichttraumatische Frakturen, die durch metabolische Erkrankungen, Tumorinfiltration, entzündliche Prozesse oder andere pathologische Veränderungen hervorgerufen werden und häufig die Erstmanifestation einer bislang unerkannten Grunderkrankung darstellen. Die klinische Symptomatik ist variabel, häufig treten akute Rückenschmerzen, ggf. neurologische Defizite bis hin zur Querschnittsymptomatik auf. Tumorbedingte Frakturen sind oft progredient und therapieresistent gegenüber konservativen Maßnahmen.
Radiologische Standardverfahren
Die Diagnostik erfolgt stufenweise mit einer Röntgenuntersuchung (Basisdiagnostik), Computertomographie (CT; detaillierte Fraktur- und Knochenanalyse) und Magnetresonanztomographie (MRT; differenzierte Beurteilung: benigne vs. maligne, Tumorinfiltration, Rückenmarkkompression).
Empfehlungen für die Praxis
Pathologische Wirbelkörperfrakturen sollten immer als potenzielles Erstsymptom einer schwerwiegenden Grunderkrankung ernst genommen und zügig abgeklärt werden. Dazu gehört neben einer sorgfältigen Anamnese eine klinische Untersuchung und eine sinnvolle Stufendiagnostik mittels Bildgebung. Das therapeutische Vorgehen hängt hierbei von der Grunderkrankung sowie vom Ausmaß der Fraktur ab und reicht von einem konservativen Vorgehen bis hin zur operativen Versorgung.
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- Titel
- Pathologische Wirbelkörperfrakturen
- Verfasst von
-
Josef Mohamad
- Publikationsdatum
- 16.09.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Erschienen in
-
Die Radiologie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00117-025-01514-1
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