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01.12.2014 | Originalien | Ausgabe 6/2014

Der Schmerz 6/2014

Patientenkontrollierte i.v.-Analgesie mit Piritramid vs. Oxycodon

Opiatinduzierte Nebenwirkungen

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 6/2014
Autor:
MBA Dr. H. Sebastian

Zusammenfassung

Hintergrund

Ziel der Untersuchung war es, das im deutschsprachigen Raum weit verbreitete Opiat Piritramid (7,5 mg/ml) mit Oxycodon (10 mg/1 ml) hinsichtlich opiattypischer Nebenwirkungen bei der patientenkontrollierten i.v.-Analgesie (PCIA) in den Fachgebieten Allgemeinchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Gynäkologie zu vergleichen. Da das Opiat Oxycodon sowohl als parenterale als auch orale Zubereitung verfügbar ist, ergibt sich die Möglichkeit einer substanzgleichen Fortführung der postoperativen Schmerztherapie.

Material und Methoden

In der Untersuchung wurden die Daten des Akutschmerzdienstes zur patientenkontrollierten Analgesie nach operativen Eingriffen ausgewertet. Fachgebietsbezogen wurden dabei sowohl quantitative Daten hinsichtlich opiattypischer Nebenwirkungen als auch qualitative Ergebnisse bezüglich der Patientenzufriedenheit erfasst und ausgewertet.

Ergebnisse

Im Zeitraum vom 1. April 2005 bis 31. August 2007 (35 Monate) wurden 2231 Patienten mit einer Piritramid-PCIA (PPCIA) behandelt, im Zeitraum vom 1. September 2007 bis 31. Dezember 2012 (64 Monate) 4714 Patienten mit einer Oxycodon-PCIA (OPCIA). Patientenzufriedenheit: Insgesamt wurde die PCIA in beiden Gruppen von den Patienten mit sehr gut und gut bewertet, wobei der Prozentanteil in der Oxycodon-Gruppe mit 98,9 % höher als in der Piritramid-Gruppe mit 96,7 % lag. Mäßig zufrieden oder unzufrieden mit der Therapie waren 0,3 % der Patienten. Opiattypische Nebenwirkungen: In der Zusammenschau des Auftretens von Nebenwirkungen insgesamt liegen diese in der Oxycodon-Gruppe mit 6,7 % um die Hälfte niedriger als in der Piritramid-Behandlungsgruppe mit 12,7 %. Statistisch ist der Unterschied hoch signifikant (p < 0,0001). Übelkeit: Mit etwa 4 % lag sie in der Piritramid-Gruppe über alle 4 Fachgebiete deutlich höher als in der Oxycodon-Gruppe mit etwas über 2 %. Allerdings war dieser Unterschied lediglich in der Allgemeinchirurgie und Orthopädie statistisch signifikant. Erbrechen: Im Mittel trat Erbrechen in etwa 6 % der PPCIA auf, mit im Mittel 2 % signifikant seltener bei OPCIA. Müdigkeit und Schläfrigkeit: Diese beiden typischen Nebenwirkungen der Opiat-PCIA traten insgesamt mit 1 % aller Patienten nur sehr selten auf. In der Gruppe der PPCIA lag das Auftreten bei 1 %, in der Gruppe der OPCIA im direkten Vergleich mit 0,6 % signifikant niedriger.

Schlussfolgerung

Der Einsatz von Oxycodon hat hinsichtlich der opiattypischen Nebenwirkungen Vorteile bei vergleichbarer Effektivität der Analgesie.

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