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Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 kamen mehr als 12.500 Menschen in Berlin zusammen. Wie lautet das Fazit zur Patientenzentrierung nach fünf Tagen Kongress? Die vier Herausgebenden unserer Rubrik „Patientenzentrierte Onkologie“ fassen für Sie ihre Highlights zusammen.
Patientenfragebögen, mit deren Hilfe Behandlungserfahrungen aus Sicht der Patientinnen und Patienten erfasst werden können (Patient-Reported Experience Measures, PREMs), gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie können dazu beitragen, die individuelle Patientenversorgung zu verbessern, haben aber auch mit Blick auf die Systemebene Optimierungspotenzial.
Während Ihrer Facharztweiterbildung in der Hämatologie und Onkologie wird PD Dr. med. Grit Herter-Sprie selbst Patientin. Ein Tumor an der Schädelbasis wird diagnostiziert. Ihre eigenen Erfahrungen haben die Art und Weise, wie sie Patientinnen und Patienten begegnet, stark beeinflusst. Im Beitrag berichtet sie, was für sie Shared Decision Making ausmacht.
Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) bieten ein großes Potenzial. Sie ermöglichen es beispielsweise, Symptome frühzeitig zu erfassen und dadurch die Behandlung gezielt zu verbessern. In der Praxis bestehen jedoch noch Hürden für ihren routinemäßigen Einsatz. Doch es existieren bereits verschiedene Lösungsansätze, um diese Herausforderungen zu überwinden.
Zunächst klingt der Begriff selbstverständlich. Schließlich steht der Mensch im Mittelpunkt jeder medizinischen Behandlung. Doch in der Realität ist die konsequente Einbindung von Patientinnen und Patienten in alle Bereiche der Onkologie noch keine gelebte Praxis. Drei Expertinnen ordnen das aus verschiedenen Perspektiven ein.
„Wenn wir immer alles so abarbeiten, wie es vorgegeben wird, werden wir der einzelnen Person nicht gerecht.“
Prof. Dr. med. Birgitt van Oorschot (a.D.)
Leitung der interdisziplinären Arbeitsgruppe PROs im Supportivbereich der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
„Heute leben viele Betroffene länger. Deshalb müssen wir frühzeitig gemeinsam über die Lebensumstände und mögliche Therapienebenwirkungen sprechen.“
Dr. med. Sabrina Sulzer
Universitätsklinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie
„Mein Leitsatz ist: Nicht über uns ohne uns ... !“
Hedy Kerek-Bodden
Bundesvorsitzende des Haus der Krebs-Selbsthilfe
Das Fortbildungsmagazin für onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte bietet News und Hintergründe über alle relevanten Themen der Onkologie und Hämatoonkologie. Klar und präzise auf den Punkt gebracht.
Prägnante, praxisrelevante Fortbildungen, Studienreferate aktuell wichtiger Publikationen aus internationalen Fachjournalen – mit einer Kommentierung herausragender Studien – und Berichte zu den Highlights der international relevanten Kongresse bieten Ihnen einen umfassenden Überblick.
Als offizielles Organ der AG für Supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) und der AG Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS) der Deutschen Krebsgesellschaft haben wir diese beiden wichtigen Themenfelder besonders im Fokus.
Bei der Planung und Umsetzung dieser Reihe unterstützen uns Dr. med. Sabrina Sulzer, Göttingen, und Prof. Dr. med. Birgitt van Oorschot, Rangsdorf, sowie die Patientenvertretenden Hedy KerekBodden und Bernd Crusius, Bonn
Die körperliche Aktivität zu steigern – das scheint das Leben von Frauen mit Brustkrebs auf Basis eine Modellrechnung deutlich zu verlängern. Wie sie aber mehr Bewegung erreichen können, bleibt offen.
Starke Schmerzen im rechten Hoden führen einen 37-jährigen Mann in die urologische Praxis. An ein Trauma kann sich der Fitnesstrainer nicht erinnern. Es gibt auch keine Hinweise auf eine Harnwegsinfektion, Harnsteine oder eine sexuell übertragbare Erkrankung. Was ist Ihre Verdachtsdiagnose?
In einer chinesischen Phase-II-Studie ließ sich durch eine Salbe mit dem Kohlenstoffmaterial Fulleren einer Radiodermatitis wirksamer vorbeugen als mit einem Trolamin-haltigen Produkt. Im Detail bleiben aber noch viele Fragen offen.
Bei zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem TNBC ohne Option für eine Immuntherapie zeigte Datopotamab deruxtecan (Dato-DXd) in einer internationalen Phase-III-Studie deutliche Vorteile gegenüber Chemotherapie – sowohl im progressionsfreien als auch im Gesamtüberleben.