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17.08.2017 | Leitthema | Ausgabe 10/2017

Der Urologe 10/2017

PATIO-Repair zum Harnröhrenfistelverschluss

Ergebnisse einer multizentrischen, retrospektiven Studie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 10/2017
Autoren:
FEBU Dr. J. Kranz, O. A. Brinkmann, B. Brinkmann, J. Steffens, P. Malone
Wichtige Hinweise
J. Kranz und O.A. Brinkmann sind gleichberechtigte Erstautoren.

Zusammenfassung

Einleitung

Die Harnröhrenfistel (HRF) ist eine typische Komplikation der Hypospadiekorrektur und stellt selbst in erfahrener Hand eine operative Herausforderung dar. Wir präsentieren die Ergebnisse einer retrospektiven, multizentrischen Studie zum Einsatz der PATIO-Technik (PATIO: „preserve the tract and turn it inside out“) nach Malone bei der HRF.

Material und Methoden

Insgesamt wurden 16 Jungen (Eschweiler 2, Lingen 4, Reading 10) im Alter von 1–10 Jahren zum HRF-Verschluss vorgestellt. Bei der Operationstechnik wird der Fisteltrakt nicht exzidiert, sondern mobilisiert und in das Harnröhrenlumen im Sinne einer Inversionsplastik eingestülpt. Nach kreisförmigem Umschneiden und akribischer Präparation des Fistelgangs wird ein 2/0-Nylonfaden durch den Fisteltrakt zum Meatus ausgeleitet. Hierdurch wird der Fisteltrakt in das Harnröhrenlumen eingestülpt. Um den Fistelgang invertiert zu halten, wird er mit der äußeren Harnröhrenmündung vernäht und dann an der Penisschafthaut mittels Einzelknopfnaht oder in der Modifikation aus Lingen der Faden mittels Anglerblei fixiert. Aufgrund der schmalen Basis atrophiert das überschüssige Gewebe postoperativ und führt zu einem ansprechenden kosmetischen Resultat.

Ergebnisse

9 HRF-Korrekturen erfolgten ambulant ohne Verwendung eines transurethralen Katheters. Bei 7 Jungen betrug der stationäre Aufenthalt im Mittel 1–2 Tage mit/ohne Katheterisierung. Während eines mittleren Follow-up von 4,5 Jahren trat lediglich ein HRF-Rezidiv auf, keine anderen Komplikationen wurden beobachtet.

Schlussfolgerung

Der PATIO-Repair zum HRF-Verschluss ist eine ambulant durchführbare, einfach reproduzierbare Operationstechnik ohne zwingende Notwendigkeit der transurethralen Katheterisierung. Die Kurzzeitergebnisse sind beeindruckend. Langzeitergebnisse eines größeren Patientenkollektivs werden folgen.

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