PEG-Ernährung bei fortgeschrittener Demenz
Eine evidenzgestützte ethische Analyse
- 01.04.2007
- Originalien
- Verfasst von
- M. Synofzik
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 4/2007
Zusammenfassung
Entscheidungen über eine Sondenernährung bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz gestalten sich aufgrund der unklaren empirischen Evidenz und komplexen ethischen Verpflichtungen in der klinischen Praxis oftmals schwierig. Im Folgenden werden ethische Kriterien und empirische Evidenz erstmals systematisch zusammengeführt. Diese Analyse unter den Kriterien des Wohlergehens, des Nichtschadens und der Autonomie zeigt, dass bei vielen Patienten mit fortgeschrittener Demenz auf eine Sondenernährung verzichtet werden sollte: Neuere empirische Studien demonstrieren, (1) dass es keinen Nachweis eines Nutzens gibt, (2) dass eine PEG-Ernährung einem Demenzpatienten oftmals weiteren Schaden zufügt und (3) dass der erklärte bzw. mutmaßliche Patientenwille zumeist nicht ausreichend beachtet wird. Ein praxisorientiertes Modell zur interdisziplinären Entscheidungsfindung wird diesen verschiedenen Schwierigkeiten gerecht und könnte die empirisch und ethisch anspruchsvolle Entscheidungsfindung zur PEG-Ernährung bei fortgeschrittener Demenz wesentlich erleichtern.
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- Titel
-
PEG-Ernährung bei fortgeschrittener Demenz
Eine evidenzgestützte ethische Analyse - Verfasst von
-
M. Synofzik
- Publikationsdatum
- 01.04.2007
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 4/2007
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-006-2245-1
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