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21. Peptide der Parathormonfamilie und Romosozumab

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Das Parathormon (PTH) ist das erste „anabole“ Medikament in der Behandlung der Osteoporose. Es steigert sowohl die Formation als auch die Resorption des Knochens („coupling“), mit einem Überwiegen des Anbaus. Dies führt zu einer Zunahme der Knochenmasse und der kortikale Dicke sowie zu einer Verbesserung der Mikroarchitektur.
  • Teriparatid (humanes PTH 1–34, Forsteo®) in einer Dosis von 20 μg/Tag reduziert signifikant das Risiko für vertebrale und nonvertebrale Frakturen, während Preotact® (humanes PTH 1–84) nur vertebrale Frakturen signifikant reduziert.
  • Humanes PTH 1–84 (Preotact®) wird v. a. bei schwerer manifester Osteoporose in täglichen subkutanen Injektionen von 100 μg verabreicht.
  • Abaloparatid ist ein selektiver Aktivator des PTH-Typ-1-Rezeptors. In einer Placebo-kontrollierten Studie reduzierte die 18-monatliche Gabe von 80 μg subkutan täglich das Risiko für neue vertebrale und nichtvertebrale Frakturen signifikant. Die Substanz zeichnet sich gegenüber Teriparatid durch eine stärke Knochenformation und geringere Knochenresorption aus. Die Häufigkeit einer Hyperkalzämie war ebenfalls geringer. Die Substanz ist in den USA bereits zugelassen, aber noch nicht in Europa.
  • Romosozumab (Evenity®) ist eine neue Substanzklasse (Sklerostin-Antikörper) und wurde im Dezember 2019 in Europa zugelassen. Er bewirkt eine Blockierung des Sklerostin mit der Folge einer anabolen Wirkung in den ersten Monaten. Später überwiegt eine milde antiresorptive Wirkung (Fehlen des unerwünschten Coupling!).
  • Romosozumab wird in einer Dosis von 210 mg subkutan monatlich über 1 Jahr verabreicht. Das Risiko für vertebrale und nichtvertebrale Frakturen konnte in der FRAME-Studie signifikant gesenkt werden. Die Therapiestudien zeigen eine rasche, aber zeitliche beschränkte Zunahme der Knochendichte und eine länger anhaltende Reduktion der Knochenresorption und Frakturrate.
  • Nach 1 Jahr Therapie mit Romosozumab empfiehlt sich die Folgetherapie mit einem oalen BP, um die gewonnene Knochendichte zu konservieren.
Titel
Peptide der Parathormonfamilie und Romosozumab
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_21
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Arthropedia, Speicheldrüsensonographie der Glandula parotis links bei Sjögren-Syndrom/© Zehrfeld N. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Arzt untersucht Frau am Arm/© YURII MASLAK / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)