Skip to main content
main-content

10.01.2018 | Direkte Antikoagulanzien | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Der Chirurg 2/2018

Perioperativer Umgang mit Antikoagulation

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 2/2018
Autoren:
J. F. Lock, J. Wagner, V. Luber, U. A. Dietz, S. Lichthardt, N. Matthes, K. Krajinovic, C.‑T. Germer, S. Knop, PD Dr. A. Wiegering
Wichtige Hinweise
J. F. Lock und J. Wagner haben zu gleichen Teilen zur Erstellung des Beitrags beigetragen.

Zusammenfassung

Eine zunehmende Anzahl an Menschen in Deutschland erhält eine langfristige prophylaktische Antikoagulation mit Phenprocoumon oder einem der neuen direkten oralen Antikoagulanzien (NOAK) wie Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban. Die mit großem Abstand häufigste Indikation zur oralen Antikoagulation ist Vorhofflimmern (ca. 75 % der Betroffenen), bei welchem das Risiko für ein embolisches Ereignis, insbesondere Apoplex, durch eine Antikoagulation um ca. 60 % verringert werden kann. Operative Eingriffe, die unter einer solchen Antikoagulation durchgeführt werden, können schwerwiegende Blutungskomplikationen nach sich ziehen. Dem gegenüber steht das erhöhte Thromboembolierisiko im Falle einer Pausierung. Für den präoperativen Umgang mit der Antikoagulation müssen das eingriffsspezifische Blutungsrisiko, das thromboembolische Risiko sowie weitere Faktoren wie Patientenalter und Nierenfunktion individuell berücksichtigt werden. Zeigt sich nach Prüfung des individuellen Risikoprofils einerseits ein nicht akzeptables Blutungsrisiko bei Fortführung der oralen Antikoagulation als auch ein nicht akzeptables Thromboembolierisiko bei perioperativem Absetzen der oralen Antikoagulation, sollte nach heutigem Stand eine perioperative Überbrückung („bridging“) mit Heparinen erfolgen. Durch Bridging kommt es jedoch zu erhöhten Blutungskomplikationen im Vergleich zum Pausieren der Antikoagulation. Ein undifferenziertes Bridging aller Patienten mit Vorhofflimmern oder oraler Antikoagulation wird daher nicht empfohlen, dies sollte anhand des individuellen Risikoprofils entschieden werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Premium-Inhalten der Fachzeitschriften, inklusive eines Print-Abos.

Jetzt abonnieren und bis 25. Juni einen 50 € Amazon-Gutschein sichern.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Zusatzmaterial
Fragebogen: Perioperative Antikoagulation (elektiv). (Mit freundl. Genehmigung des Universitätsklinikums Würzburg).
104_2017_526_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2018

Der Chirurg 2/2018Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des dritten Heftes mit.
    Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und bekomme dann das Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Gesamtpreis von 393 € im Inland (Abonnementpreis 359 € plus Versandkosten 34 €) bzw. 426 € im Ausland (Abonnementpreis 359 € plus Versandkosten 67 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 32,75 € im Inland bzw. 35,50 € im Ausland.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.
    Alle genannten Preise verstehen sich inklusiver deutscher gesetzlicher Mehrwertsteuer.
    In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Wenn das Jahresabonnement nicht bis spätestens 30 Tage vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird, verlängert es sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr.

    Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht. 

  2. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

  3. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

Neu im Fachgebiet Innere Medizin

Meistgelesene Bücher aus der Inneren Medizin

2017 | Buch

Rheumatologie aus der Praxis

Entzündliche Gelenkerkrankungen – mit Fallbeispielen

Dieses Fachbuch macht mit den wichtigsten chronisch entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen vertraut. Anhand von über 40 instruktiven Fallbeispielen werden anschaulich diagnostisches Vorgehen, therapeutisches Ansprechen und der Verlauf …

Herausgeber:
Rudolf Puchner

2016 | Buch

Ambulant erworbene Pneumonie

Was, wann, warum – Dieses Buch bietet differenzierte Diagnostik und Therapie der ambulant erworbenen Pneumonie zur sofortigen sicheren Anwendung. Entsprechend der neuesten Studien und Leitlinien aller wichtigen Fachgesellschaften.

Herausgeber:
Santiago Ewig

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Innere Medizin und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise