Die große Bedeutung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) sowohl für die Betroffenen als auch für globale Gesundheitssysteme wird auch den Leser:innen ohne epidemiologischen Hintergrund schnell klar, wenn man ein paar der einschlägigen Veröffentlichungen zitiert. Aktuelle populationsbasierte Screeningstudien haben demnach eine Prävalenz in Höhe von 23 % der Männer und 25 % der Frauen zwischen 45 und 74 Jahren ergeben [
1]. Weltweit waren im Jahr 2015 etwa 237 Mio. Menschen betroffen, wobei die noch größere Anzahl an Menschen mit Diabetes (415 Mio. in 2015) aufgrund des hohen Lebenszeitrisikos für eine PAVK in dieser Population einen unerschöpflichen Pool an neuen Erkrankungen darstellt [
2,
3]. Auf dem Boden von statistischen Vorhersagemodellen wurde dabei eine weitere Zunahme der PAVK-Prävalenz bis mindestens 2030 prognostiziert [
4,
5]. …