Rehabilitation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit: Bedeutung und Perspektiven der Telerehabilitation in Deutschland
- 07.01.2026
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit
- Leitthema
- Verfasst von
- Dr. med. Oana Bartos, FEBVS
- Johannes Hatzl
- Benedikt Reutersberg
- Grischa Hoffmann
- Christian Behrendt
- Christian Uhl
- Jörg Heckenkamp
- Bernhard Dorweiler
- Kommission Künstliche Intelligenz und Digitale Transformation der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
- Erschienen in
- Gefässchirurgie
Zusammenfassung
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist die dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung und geht mit hoher Morbidität, Mortalität sowie einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einher. Rehabilitation verbessert die klinischen Ergebnisse, wird jedoch weiterhin nur unzureichend genutzt. In Deutschland, trotz mehr als 2,3 Mio. Betroffenen und steigender Hospitalisierungsraten, liegt die Inanspruchnahme rehabilitativer Maßnahmen unter 2 % aller kardiovaskulären Fälle und verdeutlicht die Diskrepanz zwischen evidenzbasierten Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis.
Telerehabilitation hat sich als vielversprechender Ansatz zur Überbrückung dieser Versorgungslücke erwiesen. Erfahrungen aus der kardiologischen Rehabilitation belegen, dass heimbasierte, digital unterstützte Programme sicher, wirksam und kosteneffizient sind. Bei der PAVK konnten strukturierte häusliche Gehtrainingsprogramme eine Verbesserung der Gehstrecke, der funktionellen Kapazität, der Adhärenz und des kardiovaskulären Schutzes nachweisen. Pilotstudien, Real-World-Analysen und systematische Reviews bestätigen die Durchführbarkeit und Sicherheit, während laufende randomisierte Studien weitere Evidenz generieren.
Hindernisse für eine breite Implementierung sind eine geringe Gesundheitskompetenz, eingeschränkte digitale Akzeptanz bei älteren Patient*innen, Sicherheitsbedenken sowie fehlende Erstattungsmodelle. Politische Initiativen wie der EU-Plan für kardiovaskuläre Gesundheit und das deutsche pAVK-TeGeCoach-Projekt betonen digitale Lösungsansätze, deren Integration in die Regelversorgung jedoch noch aussteht.
Telerehabilitation stellt einen skalierbaren und potenziell kostenneutralen Ansatz dar, um das Missverhältnis zwischen Krankheitslast und Rehabilitationskapazität zu adressieren.
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- Titel
- Rehabilitation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit: Bedeutung und Perspektiven der Telerehabilitation in Deutschland
- Verfasst von
-
Dr. med. Oana Bartos, FEBVS
Johannes Hatzl
Benedikt Reutersberg
Grischa Hoffmann
Christian Behrendt
Christian Uhl
Jörg Heckenkamp
Bernhard Dorweiler
Kommission Künstliche Intelligenz und Digitale Transformation der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
- Publikationsdatum
- 07.01.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Arteriosklerose
Telemedizin
Telemedizin
Gefäßchirurgie - Erschienen in
-
Gefässchirurgie
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00772-025-01296-9
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