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28.11.2016 | Peritonealdialyse | Leitthema | Ausgabe 1/2017

Der Nephrologe 1/2017

Peritoneale Funktionstests

Zeitschrift:
Der Nephrologe > Ausgabe 1/2017
Autor:
Prof. Dr. M. Haag-Weber
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Haag-Weber, Straubing
A. Kribben, Essen

Zusammenfassung

Peritoneale Funktionstests sollten regelmäßig durchgeführt werden, zum einen zur Therapieoptimierung, zum anderen, um Membranänderungen zu erfassen. Vor mehr als 20 Jahren wurde der peritoneale Äqulibrationstest (PET-Test) von Twardowski eingeführt. Dieser Test wird mit 2,27 %iger Glukoselösung durchgeführt und konzentriert sich auf die Clearance-Rate von kleinmolekularen Substanzen. Das Peritoneum wird anhand dieses Tests in vier Transportgruppen eingeteilt. Der PET-Test wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt mit dem Ziel, die Ultrafiltrationseigenschaft besser zu charakterisieren. Seit 2000 wird bereits empfohlen, den PET-Test nicht mit 2,27 %iger, sondern mit 3,86 %iger Glukoselösung und gleichzeitiger Bestimmung des Natrium-Sievings nach 1 h durchzuführen. Abfall des Natriums im Dialysat nach 1 h spiegelt die Funktion der Aquaporine wieder. La Milia et al. entwickelten den Mini-PET-Test und führten damit die Bestimmung des freien Wassertransports mit ein. Im kombinierten modifizierten PET-Test mit Zwischenauslauf nach 1 h wird der PET-Test mit dem Mini-PET-Test kombiniert. Es konnte gezeigt werden, dass eine Abnahme des Natrium-Sievings und des freien Wassertransports zurzeit den besten verfügbaren klinischen Parameter zur Früherkennung einer enkapsulierenden Peritonealsklerose darstellt. Die Abnahme des freien Wassertransports ist ferner ein Marker für die peritoneale Fibrose. Da der kombinierte PET-Test gegenüber dem Standard-PET-Test nur einen minimalen Mehraufwand bedeutet und die Aussagekraft deutlich größer ist, sollte dieser Test in Zukunft routinemäßig eingesetzt werden.

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