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Die Onkologie

Personalisierte medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms

Der Pfeil des Wilhelm Tell?

  • 01.08.2011
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Lungenkarzinome sind die führende Ursache tumorbedingter Mortalität weltweit. Neueren wissenschaftlichen Studien zufolge sind histologisch ähnliche Tumoren genetisch heterogener als bisher vermutet. Hierdurch bieten sich Ansatzpunkte für „personalisierte“ Behandlungsstrategien, welche die stagnierenden Ergebnisse der ungezielt eingesetzten Chemotherapie verbessern können. Mit der Definition molekularer Zielstrukturen und entsprechender Biomarker wurde für Adenokarzinome der Lunge ein Paradigmenwechsel eingeleitet, Ähnliches ist für Plattenepithelkarzinome bereits erkennbar. Für einige klassische Zytostatika, die zumeist weiterhin die Basis der medikamentösen Therapie des Lungenkarzinoms darstellen, wurden histologische und molekularpathologische Prädiktoren des therapeutischen Nutzens erarbeitet. Aufgrund des immensen Fortschritts der tumorbiologischen, pharmakologischen und diagnostischen Entwicklung ist zu erwarten, dass künftig für die Mehrzahl der Patienten mit Lungenkarzinomen an deren „Tumorprofile“ angepasste medikamentöse Behandlungen angeboten werden. Diese neue Komplexität bedingt höhere Anforderungen an Ausbildung und Expertise von Thoraxonkologen, denen in der Regel nur im interdisziplinären Team spezialisierter Lungenkrebszentren entsprochen werden kann.
Titel
Personalisierte medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
Der Pfeil des Wilhelm Tell?
Verfasst von
J. Köhler
Univ.-Prof. Dr. M. Schuler
Publikationsdatum
01.08.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2011
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-011-2036-6
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Bildnachweise
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