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Das Intensivtagebuch – ein kommunikativer Brückenschlag

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Zusammenfassung

Tagebücher auf Intensivstationen werden meist von Familien und Pflegenden für Patient:innen mit Bewusstseinsstörungen geschrieben. In dem Tagebuch wird in laienverständlicher Sprache die Geschichte der Patient:innen anhand täglicher Berichte beschrieben. Patient:innen können später das Tagebuchbuch lesen und ihre Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten und ggf. anders bewerten. Intensivtagebücher senken die Risiken für psychosoziale Folgeschäden bei Patient:innen und Familien und sind mittlerweile weltweit verbreitet. Tagebücher haben unterschiedliche Zwecke und dienen auch der Kommunikation: Es werden Worte an eine Person geschrieben, die sie später hoffentlich lesen wird. Dies kann Familien darin unterstützen, verbunden zu bleiben und die Situation besser zu bewältigen. Gleichzeitig kann das Schreiben eines Tagebuchs auch von einigen Angehörigen und Pflegenden als Belastung empfunden werden, weil keine Zeit verfügbar ist oder es zu nahe scheint. Intensivtagebücher können als ein Mittel zur patienten- und familienzentrierten Versorgung genutzt werden.
Titel
Das Intensivtagebuch – ein kommunikativer Brückenschlag
Verfasst von
Susanne Krotsetis, MSc in Critical Care
Dr. Teresa-Maria Deffner, Dipl.-Rehapsych. (FH)
Dr. Peter Nydahl, GKP MScN
Publikationsdatum
11.10.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-022-00967-9
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