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Kommunikation mit Patientinnen auf der Intensivstation

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Zusammenfassung

Sich auszudrücken, sich mitzuteilen, den Kontakt mit anderen Menschen herzustellen, ist eines der grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse. Im Rahmen einer intensivmedizinischen Behandlung können Einflüsse, wie Sedierungen, Delir oder die Notwendigkeit eines künstlichen Atemwegs, sei es Tubus oder Tracheotomie, eine verbale Kommunikation nahezu unmöglich machen. Hinzu kommt oftmals eine durch Krankheit bedingte körperliche Schwäche, die zusätzlich die nonverbalen Kommunikationsmöglichkeiten einschränkt. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten findet zwischen Patientinnen auf der Intensivstation (ITS) und Team immer eine Kommunikationsbeziehung statt. Eine mangelnde Bereitschaft im Team oder Fehler in der Kommunikation hinterlassen bei Patientinnen die Wahrnehmung des Nichtgehört- oder des Nichtwahrgenommenwerdens. Dies hat zur Folge, dass bei Patientinnen der Eindruck von Ohnmacht und Hilflosigkeit entsteht. In dieser Situation der Abhängigkeit besteht die Gefahr, den Patientenwillen zu übergehen und womöglich Zwang auszuüben. Kommunikation mit Patientinnen auf der Intensivstation ist ein Prozess mit großen Herausforderungen. Die hier entstehenden Schwierigkeiten belasten nicht nur Patientinnen auf der Intensivstation, sondern können ebenso im Team zu Frust und moralischem Stress führen. Das Team sollte ein Ungleichgewicht der Einflüsse auf die Kommunikation zwischen Patientinnen und Team reflektieren, um den Patientinnen mittels Hilfsmitteln und wertschätzender Kommunikation zu helfen, die kritische Zeit zu überstehen und zu verarbeiten.
Titel
Kommunikation mit Patientinnen auf der Intensivstation
Verfasst von
Dr. Susanne Jöbges, M. A. Medizinethik
Publikationsdatum
09.09.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-022-00957-x
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