Zum Inhalt
Der Nervenarzt

Geschlechtsspezifische Aspekte bei der Psychopharmakotherapie

Zusammenfassung

Bei der medikamentösen Therapie psychischer Störungen werden geschlechtsspezifische Aspekte oft ignoriert, auch Leitlinien berücksichtigen diesen Aspekt kaum. Allerdings können Frauen und Männer aufgrund von Unterschieden in der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik sehr unterschiedlich auf Arzneimittel reagieren. Der vorliegende Beitrag verschafft einen Überblick über geschlechtsspezifische Unterschiede mit Fokussierung auf die Pharmakokinetik von Psychopharmaka. Darüber hinaus werden (lebens-)phasenabhängige Unterschiede mit Berücksichtigung des Menstruationseffekts, der Einflussnahme oraler Kontrazeptiva, der Schwangerschaft sowie menopausebedingter physiologischer Veränderungen adressiert. Mit therapeutischem Drug Monitoring (TDM) existiert ein klinisches Instrument, das aufgrund einer sich verändernden Pharmakokinetik einen wertvollen Beitrag liefern kann, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer Pharmakotherapie in unterschiedlichen Lebensphasen zu optimieren.
Titel
Geschlechtsspezifische Aspekte bei der Psychopharmakotherapie
Verfasst von
Georgios Schoretsanitis
Chiara T. Schmidt
PD Dr. med. Michael Paulzen
Publikationsdatum
01.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-025-01927-2
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie

Rezidiviertes Grad-3-Astrozytom: Kann ein Antiparasitenmittel die Prognose verbessern?

Daten der Phase-III-Studie STELLAR sprechen für eine klinisch relevante Aktivität der Therapiekombination aus Eflornithin und Lomustin bei Personen mit rezidivierten Grad-3-Astrozytomen. Besonderheiten im Studiendesgin machen die Interpretation indes nicht ganz leicht.

Mit KI gegen Mukositis und Polyneuropathie

KI-Analysen von elektronischen Patientenakten können helfen, vielversprechende Signale für potenzielle Wirkstoffe gegen Chemotherapienebenwirkungen zu erhärten. Dafür sprechen zumindest Ergebnisse einer Studie aus Japan.

GHB als Partydroge im Aufwind

Billig und stimulierend, solange man nicht zu viel davon nimmt: Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) hat sich einen schlechten Ruf als K.o.-Tropfen erworben. Verwendet wird die Substanz jedoch meist als Partydroge. In der Szene hat sie schon gut ein Drittel probiert.

Mephedron und „Monkey Dust“ erobern das Nachtleben

Seit der Pandemie machen sich zunehmend synthetische Cathinone in der Partyszene breit. Die Amphetamine werden geraucht oder geschnupft, beim Feiern oder zum Sex konsumiert und sorgen in Kliniken für immer mehr drogeninduzierte Psychosen.

Bildnachweise
MRT: Pilozytisches Astrozytom bei 10-jährigem Mädchen/© Springer Medizin, Box mit Tabletten/© ekachai050050 / stock.adobe.com (Symbolbild), Rauchende Teenies trinken Alkohol/© Joshua Resnick / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodellen), Techno Club/© master1305 / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)