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22.08.2017 | Originalien

Plastisch-ästhetisch-chirurgische Operationen im Dienst der Psyche?

Unterschiede von plastisch-ästhetisch-chirurgischen Patientinnen mit psychischer Belastung versus ohne hinsichtlich Operationsmotiven, Persönlichkeit, Körperwahrnehmung, Ängstlichkeit und Vorgeschichte

Zeitschrift:
Journal für Ästhetische Chirurgie
Autoren:
J. Möller, S. Mohr, K. Unterhorst, Prof. Dr. A. Stirn

Zusammenfassung

Hintergrund

Plastisch-ästhetisch-chirurgische (PÄC-)Operationen nehmen weltweit stetig zu. Dabei ist nach wie vor strittig, wie häufig KlientInnen mit einer PÄC-Operation psychisch erkrankt sind und/oder unbewusst mit der Operation die Lösung psychischer Konflikte anstreben.

Ziel

Die vorliegende Studie untersucht das Vorliegen psychischer Belastungssymptome bei 56 weiblichen PÄC-Aspirantinnen. Sie widmet sich erstmalig Unterschieden von PÄC-Patientinnen mit psychischen Belastungen (MPB) vs. solchen ohne psychische Belastungen (OPB) in ihren Erwartungen an die Operation, im Persönlichkeitsprofil, Körpererleben, der Häufigkeit generalisierter Ängste sowie Aspekten der Vorgeschichte.

Materialien und Methoden

Psychometrische Testverfahren (BSI, NEO-FFI, FBeK, GAD-7) und ein selbst konstruierter Fragebogen kamen zum Einsatz.

Ergebnisse

Die Hälfte der Probandinnen erwies sich als psychisch belastet von klinisch relevantem Ausmaß. PÄC-Aspirantinnen MPB verbanden gegenüber solchen OPB mit der Operation häufiger Erwartungen auf Verbesserungen in den Bereichen Gesellschaft, Sexualität und Partnerschaft. PÄC-Patientinnen MPB zeichneten sich durch ein anderes Persönlichkeitsprofil, ein negatives Körpererleben sowie mehr generalisierte Ängste aus. Sie nannten häufiger ein schlechtes Aggressionsmanagement und Hänseleien in der Kindheit, ihre Eltern hatten besonders viel Wert auf die eigene Erscheinung gelegt.

Diskussion

Die Differenzierung einer PÄC-Gesamtstichprobe in Patientinnen MPB vs. OPB erwies sich als sinnvoll. Psychische Belastungssymptome bei PÄC-Patientinnen standen in Verbindung mit an die Operation geknüpften unrealistischen Hoffnungen auf Verbesserungen in interpersonellen Beziehungen. Diese Patientinnen würden vermutlich auch von einer Psychotherapie profitieren. Methodische Einschränkungen der Studie, insbesondere die geringe Rücklaufquote, werden diskutiert.

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