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01.10.2013 | Leitthema | Ausgabe 10/2013

Der Gynäkologe 10/2013

Plazentationsstörungen bei Zustand nach Sectio caesarea

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 10/2013
Autoren:
p.LLM Dr. H. Husslein, K. Chalubinski

Zusammenfassung

Unter dem Begriff Plazentationsstörungen werden die Placenta praevia und die Placenta accreta, increta und percreta zusammengefasst. Die genaue Pathogenese der Plazentationsstörungen ist nicht bekannt, jedoch besteht ein enger Zusammenhang zwischen Operationen am Uterus und deren Entstehung. In den letzten Jahrzehnten ist es weltweit zu einer Zunahme der Sectio-caesarea-Rate gekommen. Eine Sectio caesarea in der Anamnese gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer Plazentationsstörung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Häufigkeit von Plazentationsstörungen in den letzten Jahrzehnten ebenfalls zugenommen hat.
Die große Problematik der bis zur Geburt unentdeckten Plazentationsstörung stellt die potenziell lebensbedrohliche postpartale Blutung dar. Plazentationsstörungen können mithilfe des transabdominellen oder transvaginalen Ultraschalls mit hoher Sensitivität und Spezifität diagnostiziert werden. Eine präpartale Differenzierung zwischen Placenta increta und Placenta percreta wurde mit einer Sensitivität und Spezifität von 100 % beschrieben. Ist eine Plazentationsstörung präpartal bekannt, so kann durch entsprechende Planung der Entbindung und multidisziplinäres Management der intraoperative Blutverlust und damit die mütterliche Morbidität und wahrscheinlich auch die Mortalität gesenkt werden. In Zukunft muss es daher gelingen, Patientinnen anhand einer sorgfältigen Anamneseerhebung in Hoch- und Niedrigrisikogruppen betreffend Plazentationsstörungen einzuteilen.
Es sollte bereits im niedergelassenen Bereich ein besonderes Augenmerk auf die Lokalisation und das Erscheinungsbild der Plazenta im Rahmen der Ultraschalluntersuchung gelegt werden. Bei etwaigen Auffälligkeiten sollten die Schwangeren an entsprechende Zentren zur weiteren Abklärung überwiesen werden. Ziel muss es sein, möglichst alle Plazentationsstörungen bereits präpartal zu diagnostizieren, um den betroffenen Patientinnen einen optimalen und auf sie zugeschneiderten Behandlungsplan zukommen lassen zu können.

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