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Über dieses Buch

In diesem handlichen Kitteltaschenbuch finden Sie die wichtigsten Fakten zur Beatmung: Prinzipien, Beatmungsverfahren bei speziellen Krankheitsbildern sowie Prävention und Behandlung von beatmungsbedingten Komplikationen. Ideal für alle Ärzte und das Fachpflegepersonal auf Intensivstation und im OP. Übersichtlich, praxisrelevant und auf das Wesentliche reduziert. Passt garantiert in jede Kitteltasche und als ebook auf das Smartphone! Nach kurzer Zeit liegt bereits die 2. aktualisierte Auflage vor.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Respiratorische Insuffizienz

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

2. Beatmungsformen

Die Beatmung des Intensivpatienten erfolgt durch Überdruck: Bei der Inspiration wird das Atemgas (Atemhubvolumen) vom Respirator mit Überdruck in die Lungen geleitet (Abb. 2.1). Die Ausatmung erfolgt dagegen passiv durch die Rückstellkräfte von Lunge und Thorax.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

3. Einstellparameter des Beatmungsgeräts

Die O2-Konzentration im Inspirationsgasgemisch (FiO2) lässt sich bei allen Beatmungsgeräten zwischen 21 % und 100 % einstellen.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

4. CMV – kontrollierte Beatmung

Bei CMV wird der Atemhub durch das Beatmungsgerät oder den Patienten ausgelöst und durch das Beatmungsgerät wieder beendet.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

5. IMV und MMV – partielle mandatorische Beatmung

Die Frequenz der vom Beatmungsgerät obligatorisch (mandatorisch) zugeführten Atemhübe wird bei IMV fest vorgegeben; eine Triggerung durch den Patienten ist innerhalb eines Zeitfensters möglich (= synchronisierte IMV, SIMV; Abb. 5.1). Zwischen den maschinellen Atemhüben kann der Patient aber frei spontan atmen, meist auf einem eingestellten PEEP-Niveau. Die Atemhübe können volumenkontrolliert (VC-IMV) oder druckkontrolliert (PC-IMV) verabreicht werden. Bei einigen Geräten kann zusätzlich eine Druckunterstützung der spontanen Atemzüge eingestellt werden (SIMV + IPS).

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

6. PSV/ASB – druckunterstützte Spontanatmung

Synonyme: »pressure support ventilation« (PSV) , »inspiratory pressure support« (IPS), »pressure support« (PS), »assisted spontaneous breathing« (ASB) , »inspiratory flow assistance« (IFA), »inspiratory help system« (IHS), »inspiratory assist« (IA), Druckunterstützung, inspiratorischer Hilfsdruck.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

7. BIPAP – biphasische positive Druckbeatmung

Beim BIPAP (»biphasic positive airway pressure«) kann der Patient auf 2 unterschiedlich hohen Atemwegsdruckniveaus spontan atmen. Durch den Druckunterschied zwischen beiden Niveaus wird zusätzlich zur möglicherweise vorhandenen Spontanatmung ein Atemhubvolumen erzeugt (Abb. 7.1).

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

8. APRV – Beatmung mit Druckentlastung der Atemwege

APRV (»airway pressure release ventilation«) ist ein Spontan atmungsmodus, der primär die Exspiration des Patienten unterstützt.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

9. PAV/PPS – proportional druckunterstützte Spontanatmung

Bei der PAV (»proportional assist ventilation«) bzw. PPS (»proportional pressure support«) wird die Eigenatmung proportional unterstützt, d. h., je stärker die Einatembemühungen des Patienten sind, desto stärker wird er unter PAV maschinell unterstützt (= positive Rückkopplung; Abb. 9.1).

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

10. ASV und NAVA – komplexe Beatmungsformen

ASV (»adaptive support ventilation«) garantiert dem Patienten – bei jederzeit möglicher Spontanatmung – eine ausreichende Minutenventilation mit energetisch optimalem Atemmuster unter Berücksichtigung von Lungenschutzparametern.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

11. CPAP – Spontanatmung bei kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck

CPAP (»continuous positive airway pressure«) ist eine reine Spontanatmung auf einem PEEP-Niveau (Abb. 11.1).

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

12. ATC – automatische Tubuskompensation

Endotrachealtubus und Trachealkanüle sind bei (unterstützter) Spontanatmung die wichtigste Einzelursache für eine erhöhte Atemarbeit: Der Tubus erhöht den Atemwiderstand und kann so die erforderliche Atemarbeit verdoppeln.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

13. IRV – Beatmung mit umgekehrtem Atemzeitverhältnis

Die IRV (»inversed ratio ventilation«) verbessert v. a. die Oxygenierung des Blutes, eventuell auch die Elimination von CO2.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

14. Permissive Hyperkapnie (PHC)

Bei der PHC wird mit niedrigen Atemminutenvolumina (6 ml/kg Idealgewicht) beatmet und die hierbei entstehende Hyperkapnie (ohne Grenzwert) und respiratorische Azidose bis zu einem pH-Wert von >7,2 hingenommen, um die lungenschädigende Wirkung hoher inspiratorischer Atemwegsdrücke bzw. hoher Atemzugvolumina zu vermeiden. Der arterielle paO2 bleibt dagegen in der Regel im Normbereich, wenn die inspiratorische O2-Konzentration entsprechend erhöht wird.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

15. Lung-Recruitment- Manöver und Open-Lung-Konzept

Recruitmentmanöver umfassen Beatmungsmaβnahmen, mit denen rekrutierbare Lungenareale bei Patienten mit ARDS anhaltend eröffnet werden können. Dabei werden kurzfristig höhere Atemhubvolumina und/oder höhere inspiratorische Drücke (die zur Eröffnung möglichst vieler rekrutierbarer Lungenareale notwendig sind) in Kauf genommen.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

16. Beatmung in Bauchlage

Durch die Bauchlage werden die Atemgase und die Lungendurchblutung homogener verteilt. Hierdurch bessert sich bei vielen Patienten das Ventilations-Perfusions-Verhältnis und damit auch die Oxygenierung. Auβerdem soll die beatmungsassoziierte Lungenschädigung – verglichen mit der Rückenlage – verzögert oder reduziert und möglicherweise auch die Drainage bronchoalveolärer Sekrete gesteigert werden. Die Verbesserung der Oxygenierung kann bereits kurz (<30 min) nach der Umlagerung auftreten oder bis zu 24 h verzögert.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

17. HFV – Hochfrequenzbeatmung

Die wichtigsten Ziele der HFV (»high frequency ventilation«) sind die Oxygenierung des Blutes und die Elimination von CO2 bei minimaler Schädigung der Lunge und geringstmöglicher Beeinträchtigung der Herz-Kreislauf-Funktion. Daneben wird das Verfahren bei Laryngoskopien und Bronchoskopien eingesetzt, um das Vorgehen zu erleichtern.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

18. ECMO – extrakorporale Lungenunterstützung

Bei allen ECMO-Varianten (»extracorporeal membrane oxygenation«) wird Blut aus dem venösen oder arteriellen Gefäβsystem in einen Membranoxygenator (»künstliche Lunge«) geleitet, dort oxygeniert und wieder in das arte rielle oder venöse Gefäβsystem zurückgeführt. Das oxygenierte, CO2-reduzierte Blut aus dem extrakorporalen Kreislauf vermischt sich wieder mit dem Blut des Körperkreislaufs.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

19. NIV – nichtinvasive Beatmung

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

20. Beatmungsindikationen und Wahl der Atemunterstützung

Basisindikation für die Atemtherapie ist die akute respiratorischen Insuffizienz (Kap. 1).

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

21. Überwachung der Beatmung

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

22. Auswirkungen und Komplikationen der Beatmung

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

Zur Zeit gratis

23. Weaning – Entwöhnung von der Beatmung

Grundsätzlich sollte der Patient so früh wie möglich von der Beatmung entwöhnt werden.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

24. Akutes Lungen versagen (ARDS)

Synonyme: »acute respiratory distress syndrome«, akutes Atemnotsyndrom

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

25. Akute respiratorische Insuffizienz bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

Der Begriff COPD (»chronic obstructive pulmonary disease«) umfasst nach einer Empfehlung der American Thoracic Society die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

26. Status asthmaticus

Asthma Klinisches Syndrom, gekennzeichnet durch eine variable und reversible Atemwegsobstruktion aufgrund einer Entzündung und Hyperreagibilität des Bronchialsystems auf verschiedene Stimuli. Die Obstruktion der Atemwege löst sich spontan oder nach Gabe eines Bronchodilatators.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

27. Thoraxtrauma

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

28. Schädel-Hirn-Trauma und erhöhter intrakranieller Druck

Hohe intrakranielle Drücke können die Hirndurchblutung global vermindern und eine zerebrale Ischämie und Hypoxie auslösen.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

29. Postoperative akute respiratorische Insuffizienz

Die FRC nimmt während der intraoperativen maschinellen Beatmung um ca. 20 % ab. Hierdurch kollabieren v. a. in den abhängigen Lungenarealen die kleinen Atemwege am Ende der Exspiration, und es entstehen Atelektasen mit Zunahme des intrapulmonalen Rechts-links-Shunts. Durch intraoperative protektive Beatmung mit niedrigen Atemzugvolumina (6–8 ml/kg Idealgewicht), niedrigem Plateaudruck (<16 mbar) und niedrigem PEEP (5 mbar, bei Adipositas permagna bis zu 20 mbar) kann die Häufigkeit postoperativer pulmonaler Komplikationen gesenkt werden.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

30. Beatmung von Kindern

Die maschinelle Beatmung von Kindern unterscheidet sich wegen der atemphysiologischen Besonderheiten (Tab. 30.1) von der des Erwachsenen.

Reinhard Larsen, Thomas Ziegenfuß

Backmatter

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