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Pocket Guide Beatmung

  • 2024
  • Buch

Über dieses Buch

Die wichtigsten Fakten zur Beatmung: Grundlagen, Prinzipien und Einstellungen bei speziellen Krankheitsbildern.
Prägnant geschrieben und thematisch praxisrelevant, u.a. Beatmung bei Viruspneumonien, z.B. bei COVID-19, Vorgehen bei Kapazitätsengpässen, Beatmung von Patienten beim Transport und von Palliativpatienten. Die 5. Auflage wurde komplett aktualisiert. Für alle Ärztinnen und Ärzte sowie das Fachpflegepersonal auf Intensivstation und im OP.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Respiratorische Insuffizienz

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Eine respiratorische Insuffizienz liegt vor, wenn das Atemsystem die arteriellen Blutgase – paO2 und paCO2 – nicht mehr im Normbereich halten kann.
  3. Chapter 2. Beatmungsformen

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Zu den supportiven physikalischen Therapiemaßnahmen gehören die Atemgaskonditionierung, die Atemtherapie, die physikalische Therapie und die Lagerungstherapie. Durch Bauch- und Umlagerung des Patienten aus der Rückenlage können z. B. bei Patienten mit ARDS der pulmonale Gasaustausch verbessert, Lungenschäden vermindert und Sekrete mobilisiert werden.
  4. Kapitel 3. Beginn der Beatmung

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Etwa 35 % aller Intensivpatienten werden maschinell beatmet. Basisindikation für eine Atemunterstützung oder maschinelle Beatmung ist die akute respiratorische Insuffizienz, bedingt durch ein hypoxämisches Lungenversagen (Oxygenierungsversagen) oder durch ein hyperkapnisches Atemversagen (Versagen der Atempumpe).
  5. Kapitel 4. Einstellparameter des Beatmungsgeräts

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die wesentlichen Einstellparameter des Respirators sind die inspiratorische O2-Konzentration, das Atemzug- und das Atemminutenvolumen, die Atemfrequenz, der maximale Inspirationsdruck bzw. das obere inspiratorische Druckniveau, ein positiver endexspiratorischer Druck bzw. unteres exspiratorisches Druckniveau, das Atemzeitverhältnis, die Inspirations- und Exspirationszeit, der Inspirationsfluss bzw. die Gasgeschwindigkeit sowie die Triggerart.
  6. Kapitel 5. Nicht-invasive Atemhilfen: NIV und CPAP

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Zu den nicht-invasiven Atemhilfen gehören die Oxygenierungshilfen, die sog. nicht-invasive Beatmung („non-invasive ventilation“, NIV) sowie die Anwendung eines kontinuierlich-positiven Atemwegsdrucks (CPAP). Die nicht-invasive Beatmung (NIV) ist eine Atemunterstützung – ohne endotracheale Intubation oder Tracheotomie – über Masken oder Helme.
  7. Kapitel 6. Kontrollierte Beatmung: CMV

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die kontinuierliche mandatorische („aufgezwungene“) Beatmung, auch als kontrollierte Beatmung bezeichnet, ist die Grundform der (Überdruck-)beatmung. Hierbei übernimmt das Beatmungsgerät die gesamte Atmung des Patienten und „kontrolliert“ sie vollständig oder zumindest weitgehend.
  8. Kapitel 7. Unterstützende Beatmungsformen

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Sog. augmentierende Beatmungsformen unterstützen eine insuffiziente Spontanatmung, ermöglichen Übergänge von kontrollierter zu spontaner Atmung und eignen sich gut für die Entwöhnung. Sie gehören zu den am häufigsten eingesetzten Beatmungsmodi mit einer zunehmend komplexeren Terminologie.
  9. Kapitel 8. Spezielle Beatmungsformen

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Unter den speziellen Beatmungsformen werden Verfahren zusammengefasst, die wenig verbreitet sind. Sie sind zum Teil in Geräten weniger oder nur eines einzigen Herstellers wählbar. Ziel ist eine geringere Beatmungsinvasivität und Beatmungsdauer. Die Überlegenheit gegenüber konventionellen Beatmungsformen ist nicht erwiesen.
  10. Kapitel 9. Supportive Therapie und Lagerungstherapie

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Zu den supportiven physikalischen Therapiemaßnahmen gehören die Atemgaskonditionierung, die Atemtherapie, die physikalische Therapie und die Lagerungstherapie. Durch Bauch- und Umlagerung des Patienten aus der Rückenlage können z. B. bei Patienten mit ARDS der pulmonale Gasaustausch verbessert, Lungenschäden vermindert und Sekrete mobilisiert werden.
  11. Kapitel 10. Extrakorporale Lungenunterstützung

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Versagt die konventionelle Atemunterstützung, können extrakorporale Lungenersatzverfahren eingesetzt und gleichzeitig eine „lungenschonende“ Beatmung angewandt werden („Ruhigstellung der Lunge“), um hohe Atemwegsspitzendrücke, hohe Atemhubvolumina und hohe inspiratorischer O2-Konzentrationen zu vermeiden.
  12. Kapitel 11. Überwachung der Beatmung

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die maschinelle Beatmung ist Teil eines therapeutischen Gesamtkonzeptes und mit teilweise erheblichen Gefahren verbunden. Sie muss daher umfassend überwacht werden. Die Überwachung der Beatmung umfasst folgende Komponenten: Funktion des Beatmungsgeräts, Interaktion von Patient und Beatmungsgerät, Überwachung des Beatmungserfolgs, d. h. der Oxygenierung, der Elimination von CO2 und des Säure-Basen-Gleichgewichts.
  13. Kapitel 12. Auswirkungen und Komplikationen der Beatmung

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die Beatmung kann sich ungünstig auf verschiedene Organe und deren Funktion auswirken, v. a. auf die Lunge selbst und die Herz-Kreislauf-Funktion. Wesentliche Ursachen sind die unphysiologischen Schwankungen des intrathorakalen Drucks sowie der Beatmungsdruck und das angewandte Atemhubvolumen. Von besonderer Bedeutung sind die beatmungsassoziierte Pneumonie und die Volo-/Barotraumatisierung der Lunge.
  14. Kapitel 13. Entwöhnung von der Beatmung – Weaning

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die Entwöhnung von der Beatmung beginnt mit dem ersten Spontanatmungsversuch und endet mit der Extubation. Eine Entwöhnung ist erfolgreich, wenn der Patient für mindestens 48 h nach der Extubation keine ventilatorische Unterstützung benötigt. Durch Einsatz standardisierter Weaningprotokolle kann die Dauer der maschinellen Beatmung verkürzt werden.
  15. Kapitel 14. Transport des beatmeten Patienten

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Der Transport eines beatmeten Patienten ist mit bedeutsamen Risiken verbunden und kann zu einer Verschlechterung der pulmonalen Situation sowie Rückschritten bei der Entwöhnung von der Beatmung führen. Vor jedem Transport müssen daher Nutzen und Risiken abgewogen werden: Haben der Transport bzw. die geplante diagnostische Maßnahme keinen erkennbaren Nutzen für den Patienten, muss er unterbleiben.
  16. Kapitel 15. Akutes Lungenversagen (ARDS)

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Beim ARDS („acute respiratory distress syndrome“) handelt es sich um ein entzündliches Syndrom der Lunge mit Schädigung der alveokapillären Membranen, das durch unterschiedliche Noxen verursacht werden kann. Im Mittelpunkt der Behandlung steht die maschinelle Beatmung mit PEEP. Die Letalität des schweren ARDS ist nach wie vor sehr hoch.
  17. Kapitel 16. Respiratorische Viruserkrankungen inkl. Covid-19

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    SARS-CoV-2 und andere respiratorische Erreger wie die Influenzaviren führen zu viralen Pneumonien und zum virusassoziierten ARDS. Das führende pathophysiologische Merkmal ist die akute schwere hypoxämische respiratorische Insuffizienz; die Viruserkrankungen sind jedoch regelmäßig nicht auf die Lunge beschränkt. Für die intensivmedizinische Behandlung und Beatmung gelten die allgemeinen Grundsätze zur Behandlung des ARDS. Eine kausale Therapie existiert meist nicht, und supportive Behandlungsansätze haben bisher nur zu begrenzten Erfolgen geführt.
  18. Kapitel 17. Akute respiratorische Insuffizienz bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die akute hyperkapnische Insuffizienz oder akute Exazerbation (AECOPD) ist eine schwerwiegende Komplikation der COPD. Zahlreiche Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, davon etwa die Hälfte eine maschinelle Unterstützung der Atmung, bevorzugt mit NIV.
  19. Kapitel 18. Asthmaanfall und Status asthmaticus

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Beim Status asthmaticus handelt es sich um einen intensivmedizinischen Notfall, gekennzeichnet durch einen über längere Zeit anhaltenden und nicht durch die üblichen Therapiemaßnahmen behandelbaren schweren Asthmaanfall. Die Behandlung erfolgt auf einer Intensivstation.
  20. Kapitel 19. Thoraxtrauma, Polytrauma

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Thoraxverletzungen sind häufig. Die Letalität des isolierten Thoraxtraumas beträgt 4–8 %. Zusätzliche Verletzungen anderer Organe erhöhen die Letalität; etwa 25 % aller traumabedingten Todesfälle stehen in Zusammenhang mit Verletzungen des Thorax. Bei schwerem Thoraxtrauma muss die Atmung maschinell unterstützt werden.
  21. Kapitel 20. Schädel-Hirn-Trauma und erhöhter intrakranieller Druck

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Primäres Ziel der Intensivbehandlung beim schweren Schädel-Hirn-Trauma ist die Vermeidung sekundärer hypoxisch-ischämischer Hirnschäden durch Kontrolle des intrakraniellen Drucks und des zerebralen Perfusionsdrucks. Bei der invasiven Beatmung dieser Patienten müssen die Auswirkungen auf den intrathorakalen und damit auf den intrakraniellen Druck beachtet werden. Einige Intensivmediziner bevorzugen hybride Beatmungsverfahren unter reduzierter Sedierung.
  22. Kapitel 21. Postoperative respiratorische Insuffizienz

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Die akute hypoxämische respiratorische Insuffizienz gehört zu den häufigsten Komplikationen nach operativen Eingriffen. Durch Anwendung von CPAP oder NIV direkt nach der Extubation können die Reintubationshäufigkeit und andere Komplikationen vermindert werden.
  23. Kapitel 22. Palliative Beatmung

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Wenn sich das ursprünglich kurative Therapieziel eines Patienten in ein palliatives Therapieziel ändert, wird die überbrückende Maßnahme der Beatmung zu einem relevanten Faktor der Symptomkontrolle. Zur Linderung von Leiden und zur Steigerung der Lebensqualität können die palliative Extubation und palliative Beatmungskonzepte eingesetzt werden.
  24. Kapitel 23. Beatmung bei Kapazitätsengpässen

    Reinhard Larsen, Alexander Mathes
    Zusammenfassung
    Übersteigt der Bedarf an Beatmungsplätzen das Angebot, entstehen ethische, rechtliche und klinisch-praktische Aspekte der Triage und Allokation (Verteilung von Ressourcen). Neben den übergeordneten Fragen einer gerechten, effizienten Verteilung der Ressourcen gilt es technische Probleme der Nutzung von Beatmungsgeräten sowie der Personalkapazitäten zu lösen.
  25. Backmatter

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Titel
Pocket Guide Beatmung
Verfasst von
Reinhard Larsen
Alexander Mathes
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-68948-6
Print ISBN
978-3-662-68947-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68948-6

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