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S2e-Leitlinie zur Behandlung der Polymyalgia rheumatica: Update 2024

Evidenzbasierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation (ÖGR) und der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie (SGR) und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und weiterer Organisationen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Polymyalgia rheumatica (PMR) ist Teil eines Krankheitsspektrums mit der Riesenzellarteriitis und nach der rheumatoiden Arthritis (RA) die zweithäufigste entzündlich rheumatische Erkrankung im höheren Lebensalter. Die 2018 publizierte S3-Leitlinie zur Behandlung der PMR wurde nun in Form einer S2e-Leitlinie aktualisiert. Grundlage für das Update war eine systematische Literaturrecherche, die die im Zeitraum 07/2016 bis 01/2024 publizierte Evidenz zu therapeutischen Interventionen und prognostischen Faktoren bei der PMR erfasste. Verwendet wurden die gleichen klinischen Fragestellungen und Suchbegriffe wie bei der Literatursuche für die Originalleitlinie mit einer Erweiterung zu „targeted synthetic DMARDs“. Auf der Grundlage von Evidenz und Meinungen der Expertinnen und Experten erarbeitete die Leitlinienkommission (5 Ärztinnen, 7 Ärzte, 2 Angehörige von Gesundheitsberufen und 2 Patientinnen aus 3 Ländern) insgesamt 7 Empfehlungen. Neben der Aktualisierung des Inhaltes wurden im Vergleich zur 2018er-Leitlinie einige Empfehlungen mittels Zusammenfassung oder Separierung neu strukturiert mit dem Ziel einer vereinfachten Anwendbarkeit. Unverändert wird empfohlen, dass unmittelbar nach der Diagnosestellung eine Therapie mit Glukokortikoiden (15–25 mg Prednison-Äquivalent pro Tag) eingeleitet und nachfolgend unter Überwachung von Krankheitsaktivität und unerwünschten Wirkungen der Therapie kontinuierlich reduziert werden soll. Eine ergänzende Behandlung mit Interleukin-6-Rezeptor-blockierenden Substanzen (alternativ können Methotrexat oder Rituximab erwogen werden) kommt bei Patientinnen und Patienten mit rezidivierendem Verlauf und bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit neu aufgetretener Erkrankung und hohem Risiko für Glukokortikoid-induzierte Nebenwirkungen in Betracht. Insbesondere älteren und/oder gebrechlichen Patientinnen und Patienten sollte zusätzlich zur medikamentösen Therapie ein individualisiertes Übungsprogramm angeboten werden. Diese aktualisierte Leitlinie soll als eine Hilfestellung zur evidenzbasierten Entscheidungsfindung dienen, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Versorgung aller Patientinnen und Patienten mit PMR zu sichern.
Titel
S2e-Leitlinie zur Behandlung der Polymyalgia rheumatica: Update 2024
Evidenzbasierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation (ÖGR) und der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie (SGR) und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und weiterer Organisationen
Verfasst von
Prof. Dr. F. Buttgereit
Z. Boyadzhieva
M. Reisch
M. Schneider
T. Brabant
T. Daikeler
C. Duftner
U. Erstling
U. Garske
B. Hellmich
D. Kyburz
A. Reißhauer
M. Reuß-Borst
K. Scheuermann
P. Steffens-Korbanka
C. Dejaco
DGRh
ÖGR
DGG
SGR
Fachverband Rheumatologische Fachassistenz
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.
DGPRM
DGIM
Publikationsdatum
25.06.2025
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