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Schulterschmerzen bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen

Stellenwert des Gelenkultraschalls

Erschienen in:

Zusammenfassung

Schulterschmerzen sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der ärztlichen Praxis, allerdings ist die Unterscheidung in eine primär entzündliche vs. mechanische bzw. degenerative Genese mitunter herausfordernd. Eine Schwellung des Schultergelenks ist nur bei ausgeprägten klinischen Befunden zu ertasten. Bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasisarthritis (PsA) können die Schultergelenke involviert sein, was v. a. bei der RA frühzeitig und häufig der Fall ist und mit einem schwereren Krankheitsverlauf einhergeht. Die Polymyalgia rheumatica (PMR) manifestiert sich klinisch klassischerweise mit Schulter- und Hüftgürtelbeschwerden. Bei allen 3 genannten Erkrankungen finden sich entzündliche Veränderungen, wie z. B. Erguss/Synovitis im Glenohumeralgelenk und Bursitis subdeltoidea in der sonographischen Untersuchung. Spezifische Ultraschallbefunde, wie z. B. Peritendinitis, als auch insbesondere eine bilaterale Beteiligung der Schultergelenke (Entzündung der langen Bizepssehne sowie der Supraspinatus- oder Subscapularissehnen) sind mit einer definitiven PMR assoziiert. Darüber hinaus sollten Kristallarthropathien wie die Calciumpyrophosphat-Erkrankung (CPPD) und die Gichtarthropathie in die differenzialdiagnostischen Überlegungen hinsichtlich rheumatologischer Erkrankungen mit einbezogen werden.
Titel
Schulterschmerzen bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen
Stellenwert des Gelenkultraschalls
Verfasst von
Dr. med. Annika Franziska Podewski
Prof. Dr. med. Marina Backhaus
Prof. Dr. med. Sarah Ohrndorf
Publikationsdatum
02.04.2025
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