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Stellenwert des Wärmemanagements im traumatologischen Schockraum

Eine interdisziplinäre und interprofessionelle Online-Umfrage in Deutschland

Zusammenfassung

Hintergrund

Die akzidentielle Hypothermie bei Schwerverletzten ist mit erhöhtem Transfusionsbedarf und negativem Behandlungsergebnis verbunden. Daher gehören die frühestmögliche Diagnose und zielgerichtete Therapie zu den wichtigen Basismaßnahmen im traumatologischen Schockraum.

Methode

Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaften für Unfallchirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin und Notfallmedizin erfolgte eine Online-Umfrage, in der neben strukturellen Aspekten vor allem lokal übliche Verfahrensweisen abgefragt wurden.

Ergebnisse

Es konnten 626 komplette Datensätze ausgewertet werden, von denen 57 % von überregionalen Traumazentren kamen. Aus dem ärztlichen Dienst kamen 77 %, aus der Pflege 23 %. Ein standardisiertes Wärmemanagement im Schockraum gaben 16 % an. Bei 92 % wird die Körpertemperatur bei Ankunft im Schockraum gemessen, was überwiegend (91 %) mittels Ohrthermometer und gelegentlich (8 %) über einen Harnblasenkatheter erfolgt. Wärmemaßnahmen werden bei 19 % immer durchgeführt, bei 38 % ab einer Körpertemperatur < 36 °C und bei 31 % ab < 35 °C. Es stehen meist Wärmeschränke (84 %), Infusionswärmesysteme (80 %) und Warmluftgebläse (67 %) zur Verfügung. Heizmatten (25 %) und Heizstrahler (14 %) sind seltener im Einsatz. Zwei Drittel (66 %) gaben an, dass der Schockraum beheizbar ist, wobei CT-Geräte im Schockraum (bei 25 % der Fall) als einschränkender Faktor angeführt wurden. Eine Anpassung des Blutgasanalysegeräts an die aktuelle Körpertemperatur erfolgt bei 29 %.

Diskussion

Obwohl das Problembewusstsein zur Hypothermie mit Wärmeerhalt im Schockraum vorhanden ist, bieten die vorliegenden Daten Ansatzpunkte für eine weitere Optimierung. Das Wärmemanagement sollte noch weiter in die klinische Routine eingebracht und wissenschaftlich begleitet werden.

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://doi.org/10.1007/s10049-026-01703-y) enthält den Fragebogen zur Ansicht und das zusätzliche Material der Ergebnisse. Bitte scannen Sie den QR-Code.
Manuel Struck und Christian Kleber haben zu gleichen Teilen an dem Manuskript mitgewirkt.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Die akzidentielle Hypothermie bei Schwerverletzten ist eine seit Jahrzehnten bekannte Komplikation, die in engem Zusammenhang mit der Verletzungsschwere steht und auch als unabhängiger Prädiktor für die Mortalität gilt. Während die Weltgesundheitsorganisation eine Körpertemperatur < 35 °C als Hypothermie festlegt, sehen weitere Definitionen bei schwer verletzten Patienten und für die perioperative Phase bereits Temperaturen < 36 °C als hypotherm an. Im Schockzustand verstärken sich die Faktoren Hypothermie, Azidose und Koagulopathie gegenseitig und sind in der Versorgung als „tödliche Trias“ bekannt.
Die Inzidenz der akzidentiellen Hypothermie beim Polytrauma hängt von Definition und Einschlusskriterien ab und wird zwischen 11 und 66 % angegeben [15]. Als Risikofaktoren gelten eine lange Prähospitalzeit, Hubschraubertransport, niedrige Außentemperaturen, eine hohe Verletzungsschwere (Injury Severity Score), ein niedriger systolischer Blutdruck, die prähospitale Narkoseeinleitung und große Infusionsmengen [15]. Obwohl oder gerade weil das Wärmemanagement als Letztes auf der xABCDE-Prioritätenliste aufgeführt wird, stellt es im Rahmen der innerklinischen Erstversorgung eine Herausforderung dar und wird mitunter vernachlässigt. In der aktuellen AWMF-S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletztenversorgung wird in Empfehlung 2.4.8 ausgeführt: „Die Auskühlung des Patienten sollte mit geeigneten Maßnahmen vermieden und Normothermie angestrebt werden“ [6]. Allerdings gibt es keine konkreten Vorgaben oder Aussagen zur Art der Temperaturmessung und zum Wärmemanagement.
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, im Rahmen einer Online-Umfrage ein aktuelles Abbild der in Deutschland vorherrschenden Versorgungsrealität zur Messung der Körpertemperatur und zum Wärmemanagement bei schwer verletzten Patienten im Schockraum zu erhalten, um eventuelle Ansatzpunkte für Verbesserungen detektieren zu können.

Studiendesign und Untersuchungsmethoden

Der Fragebogen wurde mit Unterstützung von Vertretern der Sektion Notfallmedizin, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), der Arbeitskreise Notfallmedizin und Zentrale Notaufnahme der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) sowie der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) erarbeitet. Eine Genehmigung für die Studiendurchführung wurde im Vorfeld durch die Prüfung der Datenschutzbeauftragten der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig eingeholt. Die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurde dabei bestätigt. Die Erteilung eines Ethikvotums war aufgrund der anonymen Datenerhebung nicht erforderlich.
Die webbasierte Umfrage wurde durch einen strukturierten elektronischen Fragebogen realisiert und den Teilnehmern über die Plattform www.soscisurvey.de zur Verfügung gestellt. Der Zugang erfolgte über einen per E‑Mail versandten Link unter Nutzung vordefinierter E‑Mail-Verteiler der drei zuvor genannten Fachgesellschaften. Die Befragung war dabei vom 20.05.2025 bis zum 15.06.2025 geöffnet. Zur Erhöhung der Rücklaufquote wurde 10 Tage nach der initialen E‑Mail eine standardisierte Erinnerung versendet.

Umfrageinhalt

Neben den strukturellen Voraussetzungen der Umfrageteilnehmer (z. B. Stufe des Traumazentrums, eigene Position, durchschnittliche Rate an hypothermen Schockraumpatienten) wurden die üblicherweise durchgeführten Methoden der Körpertemperaturmessung und des apparativen Wärmemanagements evaluiert. Dabei waren Mehrfachnennungen zulässig. Es wurde auch gefragt, ob für die angewendeten Verfahren standardisierte Vorgehen (Vorlage einer SOP) verfügbar sind. Antwortmöglichkeiten wurden in Form von Likert-Skalen (fünf Stufen), ordinalen Skalen und den Kategorien ja/nein bzw. ja/nein/unbekannt verwendet. Für einige Punkte gab es die Möglichkeit, per Freitextfeld eigene Anmerkungen hinzuzufügen. Der komplette Fragebogen kann im Supplement eingesehen werden (Online-Supplement „Fragebogen“).
Die Evaluation erfolgte anonymisiert und jeder Teilnehmer bestätigte explizit, dass die Antworten freiwillig waren und analysiert werden durften. Es wurden ausschließlich vollständig abgeschlossene Fragebögen für die Analyse berücksichtigt.

Statistik

Die anonymisierten Daten wurden in ein Tabellenformat überführt (Microsoft Excel, Armonk, USA), deskriptiv ausgewertet (absolute Zahlen und prozentuale Anteile) und hinsichtlich der Versorgungsstufe verglichen (überregionale Traumazentren mit anderen Kategorien). Fehlende Werte wurden bei allen Punkten angegeben. Die Vergleiche wurden mit Chi-Quadrat-Tests durchgeführt, wobei das Signifikanzniveau bei p < 0,05 festgelegt wurde (Numiquo, Graz, Österreich).

Ergebnisse

Insgesamt wurde die Einladung zur Online-Umfrage per E‑Mail an 5196 Adressaten gesendet (DGU n = 1201, DGAI n = 346 und DGINA n = 3649). 720 Teilnehmer nahmen an der Umfrage teil (14 %), von denen letztlich 626 komplett ausgefüllte Fragebögen (87 %) in die Analyse eingeschlossen werden konnten. Unvollständige Rückläufer enthielten weitgehend keine als Antworten verwertbaren Informationen (meist lediglich Eröffnung des Online-Prozesses).

Teilnehmercharakteristik

An der Umfrage beteiligte sich medizinisches Personal aus allen deutschen Bundesländern, wobei die meisten Antworten aus Nordrhein-Westfalen (31 %), Bayern (13 %) und Baden-Württemberg (12 %) kamen und insgesamt 55 % der Rückläufer ausmachten (7 % gaben kein Bundesland an; Abb. 1). Hinsichtlich der Versorgungskategorie kamen 15 % der Antworten von lokalen, 26 % von regionalen und 57 % von überregionalen Traumazentren, 3 % waren nicht an zertifizierten Traumazentren tätig (Abb. 2).
Abb. 1
Herkunft der Antworten nach Bundesland
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Abb. 2
Versorgungskategorie und Fachrichtung der Antworten
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77 % der Befragten kamen aus dem ärztlichen Dienst und 23 % aus der Pflege (Online-Supplement „Zusatzmaterial“). An überregionalen Traumazentren war die Berufsgruppe Pflege in 12 % vertreten, bei Kliniken anderer Kategorien in 33 % (p < 0,0001).
30 % der Teilnehmer kamen aus der Unfallchirurgie, 28 % aus der Anästhesiologie und 40 % aus der Notaufnahme, wobei letztere seltener in überregionalen Traumazentren arbeiteten (26 % vs. 59 % in anderen Kategorien, p < 0,0001; Abb. 2).
Etwa zwei Drittel (65 %) der Befragten gaben an, eine Berufserfahrung von mehr als 10 Jahren zu haben. Über die Hälfte der Teilnehmer (55 %) gab an, regelhaft auch polytraumatisierte Kinder im Schockraum zu behandeln (überregionale Traumazentren 76 % vs. andere Kategorien 28 %, p < 0,0001).

Grundsätzliche Fragen

Der Stellenwert des Wärmemanagements wurde in 98 % als wichtig oder sehr wichtig klassifiziert (Online-Supplement „Zusatzmaterial“). Die praktische Umsetzbarkeit im Schockraum wurde in 26 % als einfach oder sehr einfach angegeben, wobei Mitarbeiter aus überregionalen Traumazentren hier zurückhaltender antworteten als die Vertreter anderer Kategorien (18 % vs. 36 %, p < 0,0001). Das eigene Wärmemanagement wurde in 41 % als gut oder sehr gut bewertet. Eine standardisierte Vorgehensweise (Vorhandensein einer SOP) zur Messung der Körpertemperatur und zum Wärmemanagement im Schockraum gaben 16 % an (überregionale Traumazentren 12 %).

Messung der Körpertemperatur im Schockraum

Eine routinemäßige Abfrage der prähospital durch den Rettungsdienst gemessenen Körpertemperatur erfolgt bei 42 % (Tab. 1 und Online-Supplement „Zusatzmaterial“). Im Schockraum wird bei 92 % meistens oder immer die Körpertemperatur gemessen. Die Messung der Körpertemperatur erfolgt in 91 % über tympanale Messung, bzw. wenn ein Harnblasenkatheter gelegt wird, auch darüber (8 %). Andere Messmethoden wie rektal oder ösophageal werden kaum genutzt. Im Freitextfeld wurde in wenigen Fällen noch die Nutzung von Infrarotthermometern genannt.
Tab. 1
Messung der Körpertemperatur im Schockraum
Frage: „Existiert an Ihrem Traumazentrum ein schriftlich hinterlegtes Standardverfahren (z.B. SOP) zur Messung der Körpertemperatur im Schockraum?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – ja
100 (16)
44 (12,4)
56 (20,6)
2 – nein
436 (69,6)
268 (75,7)
168 (61,8)
Unbekannt
90 (14,4)
42 (11,9)
48 (17,6)
Nicht beantwortet
0 (0)
0 (0)
0 (0)
Frage: „Wird bei Ihnen regelhaft eine prähospitale Körpertemperatur explizit abgefragt?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – nie
23 (3,7)
12 (3,4)
11 (4)
2 – manchmal
113 (18,1)
80 (22,6)
33 (12,1)
3 – unbestimmt
225 (35,9)
152 (42,9)
73 (26,8)
4 – meistens
124 (19,8)
61 (17,2)
63 (23,2)
5 – immer
141 (22,5)
49 (13,8)
0 (0)
Nicht beantwortet
0 (0)
0 (0)
0 (0)
Frage: „Temperaturmessung: Erfolgt bei Ihnen regelhaft eine Messung der Körpertemperatur im Schockraum?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – nie
1 (0,2)
0 (0)
1 (0,4)
2 – manchmal
11 (1,8)
5 (1,4)
6 (2,2)
3 – unbestimmt
40 (6,4)
23 (6,5)
17 (6,3)
4 – meistens
90 (14,4)
38 (10,7)
52 (19,1)
5 – immer
484 (77,3)
288 (81,4)
196 (72,1)
Nicht beantwortet
0 (0)
0 (0)
0 (0)
Frage: „Wie erfolgt an Ihrem Traumazentrum in der Regel die Temperaturmessung im Schockraum?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – Ohr
568 (90,7)
329 (92,9)
239 (87,9)
2 – Blasenkatheter
50 (8)
22 (6,2)
28 (10,3)
3 – rektale Sonde
3 (0,5)
0 (0)
3 (1,1)
4 – ösophageale Sonde
3 (0,5)
1 (0,3)
2 (0,7)
Nicht beantwortet
2 (0,3)
2 (0,6)
0 (0)
Frage: „Finden bei Ihnen aktive Wärmemaßnahmen während des Patiententransportes statt (z.B. vom Schockraum zur Bildgebung oder in den OP-Saal)?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – ja
178 (28,4)
69 (19,5)
109 (40,1)
2 – nein
448 (71,6)
285 (80,5)
163 (59,9)
Nicht beantwortet
0 (0)
0 (0)
0 (0)
Frage: „Wie häufig kommen polytraumatisierte Patienten bereits hypotherm in Ihrem Schockraum an?“
Parameter, n (%)
Alle Rückläufer (n = 626)
Überregionale Traumazentren (n = 354)
Andere Kategorien (n = 272)
1 – < 20 %
161 (25,7)
60 (16,9)
101 (37,1)
2 – 20–40 %
306 (48,9)
206 (58,2)
100 (36,8)
3 – 40–60 %
127 (20,3)
68 (19,2)
59 (21,7)
4 – 60–80 %
18 (2,9)
12 (3,4)
6 (2,2)
5 – > 80 %
2 (0,3)
1 (0,3)
1 (0,4)
Nicht beantwortet
12 (1,9)
7 (2)
5 (1,8)
In der Regel wird die Temperaturmessung durch Personal der Notaufnahme (73 %) oder der Anästhesie (41 %) durchgeführt, an überregionalen Traumazentren jeweils zu 59 % bzw. 56 %. Eine Mehrzahl (82 %) gab beide genannten Fachbereiche als Zuständigkeit für die Temperaturmessung an.
Die Hälfte der Antworten (50 %) gab ein durchschnittliches Aufkommen von Hypothermie im Schockraum in 20–40 % der Fälle an, bei überregionalen Traumazentren in 59 % vs. andere Kategorien in 37 % (p < 0,0001).

Infrastrukturelle Voraussetzungen

Eine Zulassung des Schockraums als Not-OP mit entsprechender Klimatechnik (nach DIN 1946-4) gaben 32 % an (überregionale Traumazentren 41 % vs. andere Kategorien 20 %, p < 0,0001; Online-Supplement „Zusatzmaterial“). Dieser Punkt war jedoch bei vielen Teilnehmern (36 %) nicht bekannt. Zwei Drittel (66 %) gaben an, dass der Schockraum beheizbar ist (überregionale Traumazentren 78 % vs. andere Kategorien 50 %, p = 0,0001).
Integrierte Computertomographiegeräte (CT) im Schockraum (bei 25 % der Fall, 34 % bei überregionalen Traumazentren vs. andere Kategorien 13 %, p < 0,0001) wurden im Freitextfeld mehrfach als einschränkender Faktor gegen eine Erhöhung der Raumtemperatur angeführt. Eine vorgegebene Raumtemperatur wird nur in wenigen Kliniken (16 %) angegeben.

Apparative Methoden beim Wärmemanagement

Apparative Wärmemaßnahmen werden bei 19 % immer durchgeführt, bei 38 % ab einer Körpertemperatur < 36 °C und bei 31 % ab einer Körpertemperatur < 35 °C (Online-Supplement „Zusatzmaterial“). Überregionale Traumazentren führen im Gegensatz zu anderen Kategorien Maßnahmen eher ab < 36 °C durch (Anteil „immer“ und „< 36 °C“ 64 % vs. 47 %, p < 0,0001).
Ein differenziertes Vorgehen des Wärmemanagements wird vor allem bei Kindern (72 %) angegeben, im Gegensatz zu beatmeten Patienten (23 %).
An technischen Geräten zum Wärmemanagement stehen meist Wärmeschränke für Infusionen und Decken (84 %), Infusionswärmesysteme (80 %) und Warmluftgebläse (67 %) zur Verfügung. Heizmatten (24 %) und Heizstrahler (14 %) sind weniger häufig und meist an überregionalen Traumazentren verfügbar (jeweils in 29 % und 18 %; Online-Supplement „Zusatzmaterial“). Regelhaft eingesetzt werden vorgewärmte Infusionen in 63 %, wobei die Verwendung von Infusionswärmesystemen (28 %), die Verabreichung von Blutprodukten über ein Transfusionswärmesystem (19 %) oder das Aufwärmen von Blutprodukten vor Transfusion (z. B. Mikrowelle; 11 %) weniger häufig sind.
Eine standardisierte Anpassung des Blutgasanalysegeräts an die aktuelle Körpertemperatur erfolgt bei 29 %, bei überregionalen Traumazentren nur bei 19 %.

Möglichkeiten aktiver endovaskulärer Wiedererwärmung

Prinzipiell im Schockraum verfügbare Verfahren zur invasiven aktiven Wiedererwärmung sind Dialysegeräte (61 %; davon überregionale Traumazentren 76 % vs. 44 % andere Kategorien, p < 0,0001), spezielle Gefäßkatheter (47 %; davon überregionale Traumazentren 59 % vs. andere Kategorien 31 %, p < 0,0001) und extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO; 51 %; davon überregionale Traumazentren 79 % vs. andere Kategorien 17 %, p < 0,0001; Online-Supplement „Zusatzmaterial“).
Prinzipiell ziehen 60 % der Teilnehmer ein individuelles Wärmemanagement im Schockraum in Betracht, während 40 % dies eher auf spätere Versorgungsbereiche (Operationssaal [OP] oder Intensivstation) verschieben. Während des Transports vom Schockraum zu CT, OP oder Intensivstation erfolgen bei 72 % keine Wärmemaßnahmen (80 % bei überregionalen Traumazentren vs. 60 % bei anderen Kategorien, p < 0,0001).

Diskussion

Aus den Ergebnissen der durchgeführten Umfrage lassen sich relevante Schlussfolgerungen ableiten, die die bekannte Bedeutung des Wärmemanagements bestätigen und zugleich Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Bei den meisten Umfrageteilnehmern gehört die Messung der Körpertemperatur zum Standardmonitoring im Schockraum, obwohl weitgehend keine expliziten Standards diesbezüglich existieren. Die Abfrage einer prähospital gemessenen Körpertemperatur im Rahmen der Übernahme vom Rettungsdienst wird nach den vorliegenden Ergebnissen bei weniger als der Hälfte der Teilnehmer durchgeführt.
Ob die Hypothermie beim Polytrauma eine unvermeidbare Komplikation darstellt oder ob sie mit entsprechenden prähospitalen Maßnahmen verhinderbar ist, ist nicht abschließend geklärt [13]. Risikofaktoren wie Außentemperatur und Verletzungsschwere sind im Gegensatz zur Rettungszeit (Ausnahme z. B. bei Einklemmung im Fahrzeug und aufwendiger technischer Rettung) nur schwer beeinflussbar. Bestimmte Patientengruppen, Schwerstverletzte im Schock oder prähospital endotracheal intubierte Patienten weisen jedoch von vornherein ein erhöhtes Risikoprofil für die Entwicklung einer Hypothermie auf [15]. In einer kürzlich publizierten Studie mit prähospital intubiert beatmeten Polytraumapatienten kamen zwei Drittel (66,5 %) mit einer Körpertemperatur von < 36 °C in den Schockraum (43 % mit < 35 °C; [5]). Dieser Punkt zeigt einmal mehr die Notwendigkeit eines frühestmöglichen und bereits prähospital zu beginnenden Wärmemanagements [7]. Den vorliegenden Ergebnissen nach wird allerdings speziell bei beatmeten Patienten, im Gegensatz zu schwer verletzten Kindern, im Schockraum kein differenziertes Wärmemanagement durchgeführt. Auch hier könnte bereits bei der Schockraumalarmierung (vom Unfallort über das Traumatelefon) eine erhöhte Aufmerksamkeit hinsichtlich des Wärmemanagements und ggf. eine Vorbereitung aggressiverer Maßnahmen zu einer schnelleren Wiedererwärmung und Herstellung einer Normothermie führen.
Auch wenn die Temperaturmessung in den meisten Kliniken zum Basismonitoring gehört, erfolgt sie im Rahmen des xABCDE-Algorithmus unter „E“ meist erst recht spät. Im Hinblick auf die klinische Relevanz wäre daher zu überlegen, diese künftig noch früher zu integrieren, um dann mögliche therapeutische Konsequenzen abzuleiten.
Die Zuständigkeit für die Temperaturmessung im Schockraum obliegt meist dem Personal der Notaufnahme, gefolgt von der Anästhesie, wobei Letztere interessanterweise bei überregionalen Traumazentren einen deutlich größeren Anteil hat. Dies könnte daran liegen, dass bei überregionalen Traumazentren stringenter nach den Vorgaben zur personellen Vorhaltung bei Schockraumeinsätzen verfahren wird und die Anästhesie demnach primär für das Monitoring zuständig ist [6].
Hinsichtlich der Methode der Körpertemperaturmessung ist das Konzept, erst per Ohrthermometer zu messen und ggf. anschließend bei Anlage eines Blasenkatheters im Schockraum die Temperatur kontinuierlich darüber zu überwachen, am häufigsten verbreitet. Tympanale Messungen korrelieren gut mit der Körperkerntemperatur, sind unkompliziert und nichtinvasiv anwendbar [8]. Bei anhaltender Hypothermie sollten im Verlauf der Akutversorgung ggf. kontinuierliche Verfahren (vesikal, rektal oder bei beatmeten Patienten auch ösophageal) etabliert werden [8].
Die infrastrukturellen Voraussetzungen zum Wärmemanagement liegen im Bereich der Anpassung der Raumtemperatur, was bei zwei Dritteln der Befragten möglich ist. Eine relevante Einschränkung ist hierbei jedoch das Vorhandensein eines CT im Schockraum. Viele Geräte lassen aus technischen Gründen keine höheren Raumtemperaturen zu, um eine Überhitzung der Anlage zu vermeiden. So werden die empfohlenen Betriebstemperaturen gerätespezifisch zwischen 18 und 24 °C angegeben [9], während diese bei wassergekühlten Anlagen zwischen 18 und 30 °C liegen können. Da besonders bei überregionalen Traumazentren ein CT zur schnellen und umfassenden bildgebenden Diagnostik im Schockraum lokalisiert ist, ist dies auch für die Risikogruppe der Schwerverletzten relevant. Hier sollte bei hypothermen Patienten ggf. nach Stabilisierung und durchgeführter Diagnostik eine möglichst kurze Verweildauer angestrebt werden [10]. Aktuelle Daten weisen auch darauf hin, dass Maßnahmen wie Decken oder Wärmesäcke während der CT-Untersuchung die Bildqualität nicht negativ beeinflussen [11]. Sind in diesem Setting längere invasive Maßnahmen oder Notfalloperationen erforderlich, sind aktive Wärmemaßnahmen unerlässlich. Diese sind in der Mehrzahl der Antworten in Form von vorgewärmten Infusionen oder Warmluftgebläsen vorhanden. Effektive Wärmestrahler oder Heizmatten sind weniger häufig. Ebenso sind Transfusionswärmesysteme oder apparative Methoden zum Aufwärmen von Blutprodukten im Schockraum nicht verbreitet. Hier wurde vor allem der Zeitaspekt genannt, welcher im Gegensatz zu regulären OP-Verhältnissen (Vorhandensein von Auftaueinheiten für Frischplasma oder Mikrowellengeräten für Erythrozytenkonzentrate) bei kurzen Vorlaufzeiten die Bereitstellung erwärmter Blutprodukte einschränkt. Diese infrastrukturellen Einschränkungen, insbesondere hinsichtlich CT im Schockraum, können Gründe sein, weshalb Mitarbeiter überregionaler Traumazentren in weniger als einem Fünftel angaben, dass das Wärmemanagement im Schockraum eher einfach oder sehr einfach sei. Dazu kommt sicher auch der Aspekt, dass die körperliche Untersuchung im Schockraum eine Entkleidung des Patienten erfordert.
Eine Lücke im Wärmemanagement stellt die Phase des Transports vom Schockraum zum CT (wenn nicht im Schockraum), in den OP-Saal oder auf die Intensivstation dar. Die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer verzichtet dabei auf aktive Maßnahmen zum Wärmemanagement, wobei dies bei überregionalen Traumazentren am ausgeprägtesten zu sein scheint. Eine Möglichkeit wäre die Verwendung von Heizdecken und Heizmatten als Liegenauflagen.
Ein weiterer Punkt der Umfrage war die Anpassung der Befunde der Blutgasanalysegeräte an die tatsächlich gemessene Körpertemperatur. Die meisten Blutgasanalysegeräte weisen eine Standardeinstellung von 37 °C für die Proben auf. Eine Adjustierung an die tatsächliche Körpertemperatur ist theoretisch sinnvoll, da sich bei Hypothermie der paO2 und paCO2 senkt und der pH-Wert erhöht [12]. Praktisch gesehen gibt es jedoch keinen Konsens, ob eine entsprechende Adjustierung durchgeführt (pH-Stat-Methode) oder die Probe bei verbliebener Standardeinstellung interpretiert werden sollte (Alpha-Stat-Methode). Eine klinische Konsequenz wäre beispielsweise für die Anpassung der Beatmung bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma denkbar. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass insgesamt weniger als ein Drittel der Teilnehmer eine routinemäßige Adjustierung der BGA-Geräte durchführt, bei überregionalen Traumazentren nur ein Fünftel. Ob diese Maßnahme in der Akutphase der Behandlung tatsächlich nur eine geringe Relevanz besitzt, sollte in weiteren Studien untersucht werden.
Die Frage nach der prinzipiellen Verfügbarkeit von invasiven extrakorporalen Verfahren zur Wiedererwärmung zeigte, dass spezielle endovaskuläre Katheter, Dialysegeräte und ECMO-Einheiten bei ca. der Hälfte der Teilnehmer vorgehalten werden, wobei die Rate an überregionalen Traumazentren jeweils signifikant höher war. Insbesondere Dialysegeräte und endovaskuläre Katheter können dabei eine deutlich häufiger verfügbare Option sein als die ECMO [13, 14]. Die Tatsache, dass weniger als 80 % der überregionalen Traumazentren eine kontinuierliche venovenöse Hämodiafiltration oder Dialyse anbieten (eigentlich intensivmedizinischer Standard), jedoch knapp 80 % eine ECMO vorhalten, erscheint nicht plausibel. Möglicherweise war hier die Fragestellung etwas missverständlich formuliert und es wurde die Verfügbarkeit im Schockraum statt der generellen Verfügbarkeit im Traumazentrum angegeben.

Limitationen

Mit den vorliegenden Antworten ist es erstmals möglich, ein Bild über die Thematik des Wärmemanagements im Traumaschockraum in Deutschland zu bekommen. Dabei sind jedoch auch Limitationen zu beachten, die eine Verallgemeinerung der Ergebnisse nicht ohne Weiteres zulassen. Durch die Freiwilligkeit und Anonymität der Umfrage können die Ergebnisse nur grobe Trends ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit aufzeigen.
Die Umfrage war dezidiert an Teilnehmer gerichtet, die im Rahmen ihrer klinischen Tätigkeit an der Schwerverletztenversorgung in Deutschland beteiligt sind. Überregionale Traumazentren waren im Vergleich zu anderen Versorgungskategorien überproportional vertreten, was die Vergleichbarkeit der erhobenen Daten einschränkt. Unterschiedliche Schockraumkonzepte können hinsichtlich der Bedingungen vor Ort adäquat sein, aber nicht ohne Änderungen auf andere Kliniken übertragen werden.

Ausblick

Die Literaturlage zum Wärmemanagement bei polytraumatisierten Patienten ist unzureichend. Die Ergebnisse dieser Umfrage laden dazu ein, neue und praxisnahe Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei sollten Aspekte des Zeitmanagements im Schockraum sowie der apparativen Ausstattung für das Wärmemanagement und auch Fragen der Schockrauminfrastruktur berücksichtigt werden.

Fazit für die Praxis

  • In den traumatologischen Schockräumen deutscher Kliniken wird das Thema Temperaturmessung und Wärmemanagement weitgehend antizipiert und für wichtig erachtet. Standardisierte Prozesse sind jedoch kaum etabliert.
  • Die Beheizbarkeit der Schockräume ist im Sinne der Klimatechnik oft möglich, wird jedoch durch die Anwesenheit eines Computertomographen eingeschränkt, welcher technisch eine Überschreitung der üblichen Raumtemperatur meist nicht gestattet.
  • Die technisch-apparativen Möglichkeiten zum Wärmemanagement könnten an überregionalen Traumazentren durch den Einsatz von Wärmestrahlern ergänzt werden.
  • Eine Anpassung des Blutgasanalysegeräts an die tatsächliche Körpertemperatur des Patienten im Schockraum erfolgt nur selten.
  • Aus Sicht der Autoren muss, unter Berücksichtigung der lokal verfügbaren Ressourcen, eine standardisierte Vorgehensweise zum Wärmemanagement an Traumazentren entwickelt und etabliert werden. Diese sollte die Messung und Dokumentation der Körpertemperatur mindestens bei Ankunft im Schockraum und bei Verlegung einschließen.
  • Bei einer initial gemessenen Hypothermie ist eine kontinuierliche Messung der Körperkerntemperatur sinnvoll, um den Erfolg therapeutischer Maßnahmen im Verlauf zu überwachen.

Förderung

Keine.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

M.F. Struck, C. Kleber, D. Bieler, M. Bernhard, P. Hilbert-Carius, M. Grätz, D. Pfefferkorn und G. Hempel geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Stellenwert des Wärmemanagements im traumatologischen Schockraum
Eine interdisziplinäre und interprofessionelle Online-Umfrage in Deutschland
Verfasst von
PD Dr. Manuel F. Struck
Christian Kleber
Dan Bieler
Michael Bernhard
Peter Hilbert-Carius
Mandy Grätz
Dustin Pfefferkorn
Gunther Hempel
Publikationsdatum
03.02.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-026-01703-y

Supplementary Information

1.
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