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Die Gynäkologie

PCOS – Diagnose und Screening

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist mit einer Prävalenz von 8–13 % eine der häufigsten endokrinologischen Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Die Symptomatik ist heterogen und reicht von Akne, Hirsutismus und Zyklusstörungen bis zu Haarausfall und metabolischen Störungen. Eine standardisierte Diagnostik ist essenziell, da unbehandelte Verläufe mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Endometriumkarzinom, Depressionen und Angsterkrankungen einhergehen. Die neue S2k-Leitlinie 2025 zur PCOS-Diagnostik stellt einen bedeutenden Fortschritt dar. Sie ermöglicht eine strukturierte, interdisziplinäre und evidenzbasierte Abklärung dieses komplexen Krankheitsbilds. Die korrekte Anwendung der modifizierten Rotterdam-Kriterien, ergänzt um neue Tools wie den AMH(Anti-Müller-Hormon)-Wert und differenzierte Phänotypisierung, erlaubt eine individualisierte Versorgung. Zentrales Ziel ist es, Überdiagnosen ebenso wie Unterversorgungen zu vermeiden und gleichzeitig präventive Maßnahmen bei metabolischen, kardiovaskulären und psychischen Risiken frühzeitig einzuleiten.
Titel
PCOS – Diagnose und Screening
Verfasst von
Dr. Cornelia Jaursch-Hancke
Professorin Dr. Nicole Sänger
Publikationsdatum
05.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 12/2025
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-025-05433-z
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Bildnachweise
Ovar zeigt polyzystisches Ovarsyndrom/© Goeckenjan M et al. | all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Älterer Mann erhält eine Infusion/© (M) Mathias Ernert, NCT Heidelberg (Symbolbild mit Fotomodellen), Radiotherapie einer jungen Patientin/© Valerii / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)