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01.02.2015 | Originalien | Ausgabe 2/2015

Der Orthopäde 2/2015

Posteriore lumbale interkorporelle Fusionscages

Softwarebasierte Operationsplanung – erste Ergebnisse

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 2/2015
Autoren:
Dr. M. Rickert, M. Arabmotlagh, C. Carstens, E. Behrbalk, M. Rauschmann, C. Fleege
Wichtige Hinweise
M. Rickert und M. Arabmotlagh haben zu gleichen Teilen zu der Arbeit beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Sagittale Fehlstellungen, Anschlussdegenerationen sowie Korrekturverluste durch Einsinken von Cages zählen zu den Hauptursachen für Revisionsoperationen nach lumbalen Spondylodesen. Basierend auf den Erfahrungen aus der Hüft- und Knieendoprothetik erscheint es naheliegend anzunehmen, dass eine softwaregestützte präoperative Planung der individuell notwendigen Korrektur im Zusammenspiel mit hierauf abgestimmten Cages langfristig zu einer Ergebnisverbesserung führt.

Ziel der Arbeit

Es soll die Frage nach der intraoperativen Umsetzbarkeit einer entsprechenden präoperativen Planung beantwortet werden und inwieweit die Planungen zutreffend sind. Nebenzielgrößen sind die Überprüfung des Fusionsergebnisses spezieller PLIF-Implantate (posteriore lumbale interkorporelle Fusion, „posterior lumbar interbody fusion“) sowie radiologisches und klinisches Outcome.

Material und Methoden

Im Zeitraum von 09/2012 bis 05/2013 wurden 30 Patienten in eine Anwendungsbeobachtung eingeschlossen, mit der Planungssoftware präoperativ geplant und mit den entsprechenden PLIF-Cages versorgt. Die radiologische Evaluation erfolgte nach 3 Monaten mittels Dünnschichtcomputertomogramm.

Ergebnisse

Insgesamt konnten nach 3 Monaten 24 (80 %) Patienten nachuntersucht werden. Bei diesen 24 Patienten traf die präoperative Planung tatsächlich in 17 Fällen mit dem intraoperativ implantierten Cage zu, was einer Übereinstimmung von ca. 71 % entspricht. Die Fusionsrate für diese 24 vollständig nachuntersuchten Patienten lag bei 91,7 %.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse dieser Anwendungsbeobachtung zur Planung intervertebraler Cages zeigen positive Erfahrungen mit diesem neuartigen Therapieansatz. Das limitierte Klientel zeigte für die intraoperative Umsetzung der geplanten Cages gute Ergebnisse und eine adäquate Fusionsrate. Unabhängig hiervon muss eine softwarebasierte Operationsplanung jederzeit kritisch hinterfragt werden. In letzter Konsequenz liegt die Verantwortung beim Operateur und gegebenenfalls müssen intraoperativ Modifikationen des geplanten Vorgehens vorgenommen werden. Welchen Einfluss diese Planung auf den Langzeitverlauf und die wichtige Frage der Anschlussinstabilität hat, kann zum derzeitigen Stand nicht beantwortet werden.

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