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20.01.2021 | Postoperative Schmerztherapie | Schwerpunkt | Ausgabe 1/2021

Der Schmerz 1/2021

Prädiktion und Prävention chronischer postoperativer Schmerzen

Zeitschrift:
Der Schmerz > Ausgabe 1/2021
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. Esther Pogatzki-Zahn
Wichtige Hinweise
Die ursprüngliche Online-Version dieses Artikels wurde überarbeitet: Die Referenz [25] wurde korrigiert.
Zu diesem Beitrag ist ein Erratum online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00482-021-00539-4 zu finden.

Zusammenfassung

Chronische postoperative Schmerzen sind ein klinisch und gesellschaftspolitisch relevantes Problem. Eine Prävention der Chronifizierungsprozesse ist potenziell möglich und könnte schon perioperativ beginnen. Die Evidenz für die Wirksamkeit bestimmter Präventionsmaßnahmen ist aber weitestgehend gering. Wichtige Gründe für dieses Dilemma sind eine fehlende Identifikation von Risikofaktoren sowie effektiven und mechanismenbasierten Präventionsmaßnahmen für den Chronifizierungsprozess, eine fehlende Stratifizierung der Behandlung und eine bisher kaum untersuchte Kombination verschiedener Behandlungsansätze. In diesem Übersichtsbeitrag werden neue Erkenntnisse zur geeigneten Identifikation von Risikopatienten für eine Schmerzchronifizierung nach Operationen vorgestellt, prädiktive Modelle zur validen Einschätzung des individuellen Risikos von Patienten bewertet und Studien zur medikamentösen und regionalanalgetischen Beeinflussung des Schmerzchronifizierungsprozesses diskutiert. Da ein Chronifizierungsprozess komplex und dynamisch ist und im Verlauf des Prozesses auch Anpassungen der Prävention erfordert, haben möglicherweise nur Kombinationstherapien, interdisziplinäre und gegebenenfalls sogar längerfristige Maßnahmen Erfolg. Studien müssen zeigen, mit welchen präventiven Maßnahmen bei welchen Risikopatienten chronische Schmerzen nach Operationen effektiv verhindert werden können.

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