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12.09.2018 | Postoperative Schmerztherapie | Originalien

Oxycodon, Piritramid und Tramadol zur postoperativen Schmerztherapie

Eine Registerstudie zur Verwendung und Wirksamkeit

Zeitschrift:
Der Schmerz
Autoren:
I. Muraskaite, S. Koscielny, M. Komann, C. Weinmann, W. Meißner

Zusammenfassung

Hintergrund

Wegen verkürzter stationärer Aufenthalte nach Operationen und der Bedeutung suffizienter postoperativer Schmerztherapie gewinnen orale potente Analgetika zunehmend an Bedeutung.

Ziel der Arbeit

Es sollten Verwendung und Wirksamkeit verschiedener Opioide zur postoperativen Schmerztherapie in Deutschland verglichen werden.

Material und Methoden

Datensätze von 5249 Patienten der QUIPS-Datenbank wurden nach postoperativer Opioidtherapie in 4 Gruppen eingeteilt: Oxycodon 10 mg mit/ohne Naloxon 5 mg (Gruppe 1), Oxycodon 20 mit/ohne Naloxon 10 mg (2), Piritramid (3) und Tramadol (4). Es wurden maximaler Schmerz, schmerzbedingtes Erwachen, Schmerz beim Husten, Erbrechen, Müdigkeit, Wunsch nach weiterer Schmerzmedikation und Zufriedenheit mit der Schmerztherapie ausgewertet.

Ergebnisse und Diskussion

Die maximale Schmerzintensität war zwischen den Gruppen signifikant unterschiedlich (Kruskal-Wallis: p < 0,001). Die Mittelwerte der Gruppen 1-4 betrugen [11-stufige Numeric Rating Scale NRS] 4,9; 5,0; 5,9 und 5,2. Patienten der Piritramidgruppe zeigten die höchsten Beeinträchtigungen von Schlaf, Respiration sowie Müdigkeit. Die Gruppe mit 10 mg Oxycodon hatte den geringsten Wunsch nach weiterer Schmerzmedikation. Postoperatives Erbrechen und Zufriedenheit unterschieden sich signifikant. Auch für die Untergruppen laparoskopische Cholezystektomie und Knie-Endoprothese (Knie-TEP) zeigten sich signifikante Unterschiede.

Schlussfolgerungen

Insgesamt deuten unsere Ergebnisse an, dass eine postoperative Behandlung mit retardiertem oralem Oxycodon hinsichtlich der schmerzbedingten Beeinträchtigung und opioidbedingten Nebenwirkungen der primären Behandlung mit Piritramid oder Tramadol nicht unterlegen ist. Diese Hypothese sollte durch kontrollierte Studien weiter untersucht werden.

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