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03.06.2020 | Posttraumatische Belastungsstörung | Schwerpunkt: Gruppenpsychotherapie – Originalien | Ausgabe 4/2020 Open Access

Psychotherapeut 4/2020

Gruppentherapie zu Stabilisierung und Selbstregulation bei posttraumatischer Belastungsstörung (STABILI-T)

Eine Machbarkeitsstudie

Zeitschrift:
Psychotherapeut > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Dr. Johannes C. Ehrenthal, Anne Schöckel, Christoph Nikendei, Ulrike Dinger, Henning Schauenburg, Lena Lambert

Zusammenfassung

Hintergrund

Menschen mit der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind oftmals mit sehr langen Wartezeiten zwischen Diagnose und Beginn einer leitliniengerechten traumafokussierten Behandlung konfrontiert. Um dieser Versorgungslücke zu begegnen, wurde eine Gruppenbehandlung mit 9 Sitzungen konzipiert, die den Fokus auf Stabilisierung und Selbstregulation legt, um entweder eine Traumabearbeitung in einer nachfolgenden Einzeltherapie zu erleichtern oder aber für Menschen mit komplexer PTBS eine zusätzliche Hilfe bei der Behandlung entsprechender Symptome zu ermöglichen.

Methodik

In einer Machbarkeitsstudie mit 5 Patientinnen mit der Diagnose einer PTBS nach DSM-IV wurden die Stimmung vor und nach jeder Sitzung sowie allgemeine und traumaspezifische Symptome vor und nach der Behandlung erfasst. Nach Behandlungsende und in einer Zweimonatskatamnese wurden Daten zu Verlauf und Akzeptanz erhoben.

Ergebnisse

Die Stimmung der Patientinnen hob sich im Verlauf der jeweiligen Sitzungen. Ebenso nahmen die Häufigkeit des selbstberichteten Übens und Anwendens der Übungen zu. Die Methode wurde insgesamt als sehr positiv eingeschätzt. Deskriptiv nahmen die Fähigkeit zur Selbstberuhigung ebenso wie strukturelle Fähigkeiten der Persönlichkeitsfunktion zu sowie Traumasymptomatik, Depressivität, Ängstlichkeit und interpersonelle Probleme ab.

Diskussion

Die Daten geben erste Hinweise auf die Machbarkeit und Akzeptanz einer Gruppenintervention zu Stabilisierung und Selbstregulation bei Frauen mit Traumafolgestörungen. Die Gruppenintervention hat das Potenzial, in der ambulanten Versorgung die Wartezeit auf eine traumafokussierte Einzeltherapie sinnvoll zu nutzen.

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