Zum Inhalt
Die Dermatologie

Postzosterneuralgie

  • 01.05.2014
  • CME Zertifizierte Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Postzosterneuralgie ist ein neuropathisches Schmerzsyndrom. Charakteristisch sind Schmerzen im Dermatom der ursprünglichen Hauteffloreszenz, die 3 Monate nach deren Abheilung fortbestehen. Die Postzosterneuralgie tritt etwa bei jedem zehnten Zosterpatienten auf. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Prävalenz deutlich an. Klinische Charakteristika sind Dauerbrennschmerzen, einschießende Schmerzattacken und Allodynie. Außerdem finden sich sensorische Minus- und Plussymptome im betroffenen Areal. Pathophysiologisch konnten die periphere und zentrale Sensibilisierung auf dem Boden einer Nervenschädigung als wichtige Mechanismen der Schmerzentstehung nachgewiesen werden. Studien zur Therapie der Postzosterneuralgie konnten die Wirksamkeit von Antidepressiva, Antiepileptika, Opioiden sowie der topischen Analgetika Capsaicin und Lidocain zeigen. Es ist davon auszugehen, dass die Postzosterneuralgie als chronische Schmerzerkrankung eines multimodalen Behandlungsansatzes bedarf.
Titel
Postzosterneuralgie
Verfasst von
Dr. G. Goßrau
Publikationsdatum
01.05.2014
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Dermatologie / Ausgabe 5/2014
Print ISSN: 2731-7005
Elektronische ISSN: 2731-7013
DOI
https://doi.org/10.1007/s00105-014-2800-9
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Dermatologie (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Dermatologie

Rhinoplastik: Welche Substanz reduziert Blutungen am besten?

Sowohl Tranexamsäure als auch Phenylephrin und Desmopressin können im Vergleich zu einer Kochsalzlösung Blutungen während einer Rhinoplastik signifikant verringern. Außerdem verbessern sie offenbar die Qualität des Operationsfeldes.

Hochdosierte Hyaluronidase in einer Session wohl ausreichend

Die Applikation von hochdosierter Hyaluronidase in einer einzigen Session ist einer chinesischen Studie mit 54 Patienten zufolge wirksam und sicher, um Fillerkomplikationen in der Periorbitalregion zu behandeln. Sie war in allen Fällen erfolgreich.

Dermatozoenwahn: frühes Anzeichen von Demenz?

Ein wahnhafter Parasitenbefall ist eine seltene und schwerwiegende dermatopsychiatrische Störung. Eine Analyse von 146 Patientinnen und Patienten aus dem Karolinska-Universitätskrankenhaus zeigt: 42% hatten psychiatrische Komorbiditäten, 10% entwickelten später eine Demenz.

Krankenkassen erklären sich bereit, therapeutische Wundprodukte weiterhin zu erstatten

  • 05.12.2025
  • EBM
  • Nachrichten

Aktuell gesteigertes Regressrisiko bei der Verordnung therapeutischer Wundauflagen? Vielerorts signalisieren Kassen und KVen schon Entwarnung.

Update Dermatologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Ein Operationsteam führt eine Rhinoplastik durch./© Georgiy Datsenko / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Einer Person wird ein Filler in den Hals gespritzt/© Oleksandra Polishchuk / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Versorgung einer infizierten Wunde bei diabetischem Fuß/© kirov1969 / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)