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30. Prämenopausale Osteoporose

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Die prämenopausale Osteoporose resultiert aus einer zu niedrigen „maximalen Knochendichte“ oder aus einem zu starken Knochenabbau im Rahmen einer sekundären Osteoporose.
  • Die häufigsten Ursachen sind Östrogenmangel und der Einsatz von Glukokortikoiden (z. B. bei rheumatoider Arthritis, Organtransplantation).
  • Die messtechnische Diagnose wird auch bei dieser Sonderform mittels der DXA-Messung an der LWS und Hüfte gestellt. Eine Schwangerschaft muss vorher ausgeschlossen sein!
  • Eine medikamentöse Therapie ist nur bei vorliegenden osteoporotischen Frakturen oder bei High-Turnover-Osteoporose (z. B. unter Glukokortikoiden) indiziert. Die Indikation muss individuell gestellt werden. Vor allem die zugrundliegende Erkrankung muss behandelt werden.
  • Es gibt derzeit keine Zulassung für ein Antiosteoporotikum bei dieser Sonderform (Ausnahme Alendronat und Risedronat für die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose). Die Indikationsstellung für eine medikamentöse Therapie sollte interdisziplinär in einem Osteoporosezentrum gestellt werden und die Therapiedauer so kurz wie möglich sein.
  • Ein späterer Kinderwunsch der Patientin mit prämenopausaler Osteoporose muss bei der Wahl des Medikamentes diskutiert und berücksichtigt werden. Zu den Risiken einer späteren Schwangerschaft nach Gabe eines Bisphosphonates (BP) gibt es keine für die Praxis verwertbaren Daten, teratogene Nebenwirkungen sind beim Menschen nicht berichtet worden.
Titel
Prämenopausale Osteoporose
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_30
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