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Gemeinsame Empfehlungen der Deutschen Gesellschaften für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), Chirurgie (DGCH) und Innere Medizin (DGIM)

Gelungenes Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit

Erschienen in:

Auszug

Besonders erfahrene Anästhesistinnen und Anästhesisten werden sich noch gut an das über Jahrzehnte gültige Dogma erinnern: keine Narkose ohne EKG und Thoraxröntgenuntersuchung. Patienten kamen entweder mit diesen Unterlagen bereits ins Krankenhaus oder wanderten spätestens nach dem Prämedikationsgespräch und noch vor der Operation zu Hauf in die entsprechenden Fachabteilungen der Kardiologie und Radiologie. Vor ca. 20 Jahren begann sich hier der Wind langsam zu drehen. Zunehmend erkannte man, dass die wissenschaftliche Evidenz für den Nutzen derartiger Screeninguntersuchungen bei klinisch und anamnestisch unauffälligen Patienten de facto fehlte. Mehr noch: Die routinemäßige Veranlassung von Untersuchungen, deren Ergebnisse im weiteren Verlauf jedoch unbeachtet blieben (was z. B. bei ca. 30 % aller Laboruntersuchungen der Fall war; [1]), entpuppte sich als reales medikolegales Risiko [2]. …
Titel
Gemeinsame Empfehlungen der Deutschen Gesellschaften für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), Chirurgie (DGCH) und Innere Medizin (DGIM)
Gelungenes Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit
Verfasst von
Professor Dr. med. Bernhard Zwißler
Publikationsdatum
01.05.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Anaesthesiologie / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 2731-6858
Elektronische ISSN: 2731-6866
DOI
https://doi.org/10.1007/s00101-024-01411-7
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Vater recherchiert am Smartphone/© Elnur / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Intensivstation/© Tyler Olson / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Lumbalpunktion/© Felipe Caparrós / stock.adobe.com, e.Med Anästhesiologie