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Penicillinallergie – Wahrheit oder Pflicht?

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Zusammenfassung

Die β‑Lactam-Antibiotika gehören zu den sichersten und am besten verträglichen Antibiotika. Viele Patienten berichten allerdings von Allergien gegen Penicillin. Diesen Patienten werden sämtliche β‑Lactam-Antibiotika nur eingeschränkt verordnet und vermehrt Alternativantibiotika gegeben, was die Risiken negativer klinischer und sozioökonomischer Folgen birgt. Jedoch weisen über 95 % der Patienten, die von einer Penicillinallergie berichten, einen negativen Befund im Penicillin-Allergietest auf und können dieses Antibiotikum sicher erhalten. Die Verwendung sensibler und spezifischer Instrumente zur Identifizierung von „falschen“ Penicillinallergien sollte ein wichtiges Thema im Rahmen der Antibiotic Stewardship sein. Durch eine angemessene Anamnese und Risikostratifizierung zur Identifizierung von Patienten mit einer Penicillinallergie können Anästhesistinnen und Anästhesisten eine zentrale Rolle bei der Reduktion der enormen individuellen und öffentlichen Gesundheitsbelastung im Zusammenhang mit der Bezeichnung Penicillinallergie einnehmen. In dieser Übersichtsarbeit wird ein möglicher Delabeling-Algorithmus im Rahmen der Abklärung einer β‑Lactam-Antibiotika-Allergie präsentiert. Der Fokus liegt auf einer strukturierten Allergieanamnese mithilfe des Scores „Penicillin allergy, within last five years, anaphylaxis/angioedema, severe cutaneous adverse reaction (SCAR) and treatment required for allergy episode“ (PEN-FAST).
Titel
Penicillinallergie – Wahrheit oder Pflicht?
Verfasst von
PD Dr. med. Michael Zoller, DESAIC
Alexandra Weber
Laurenz Mehringer
Publikationsdatum
21.06.2024
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