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30.07.2019 | Originalien | Ausgabe 4/2020

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 4/2020

Prävalenz von Krebspatienten auf deutschen Intensivstationen

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 4/2020
Autoren:
PD Dr. med. M. Kochanek, A. Shimabukuro-Vornhagen, K. Rüß, G. Beutel, C. Lueck, M. Kiehl, R. Schneider, F. Kroschinsky, T. Liebregts, S. Kluge, P. Schellongowski, M. von Bergwelt-Baildon, B. Böll
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Buerke, Siegen
iCHOP ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und der Österreichischen Gesellschaft für Internistische und Allgemeine Intensivmedizin und Notfallmedizin (ÖGIAIN)

Zusammenfassung

Einleitung

In den vergangenen Jahren nahm die Anzahl von Krebspatienten durch die demographische Entwicklung der Bevölkerung, zunehmende Komorbiditäten und eine insgesamt steigende Lebenserwartung von Krebspatienten auf deutschen Intensivstationen kontinuierlich zu. Trotz dieser Entwicklung ist die Prävalenz und Versorgungsstruktur von Patienten mit hämatologisch-onkologischen(HO)-Erkrankungen auf deutschen Intensivstationen kaum bekannt. Ziel dieser Arbeit war die Erhebung der Prävalenz und Versorgung dieses Patientenkollektivs an 2 Stichtagen.

Methode

An 2 Stichtagen wurde die Prävalenz von Krebspatienten (Punktprävalenz) auf deutschen Intensivstationen anhand eines Onlinefragebogens prospektiv erhoben. Angaben zur Struktur der jeweiligen Klinik und Intensivstation und demographische Daten der am Erhebungstag stationären Krebspatienten wurden von den teilnehmenden Zentren anonymisiert in ein eCRF eingegeben.

Ergebnisse

Deutschlandweit haben 4 % der angeschriebenen Intensivstationen an der Studie teilgenommen. Annähernd jeder 4. Patient auf der ICU/IMC-Station wies eine Krebserkrankung auf (n = 316/1319; 24 %; HO-Patienten). Die häufigsten Aufnahmegründe auf die ICU/IMC-Station waren postoperative Überwachung (n = 83/221; 38 %), respiratorische Instabilität (n = 79/221; 36 %), kardial bedingte Kreislaufinstabilität (n = 52/221; 24 %) und Sepsis (n = 47/221; 21 %). 67 % (n = 147/221) der Patienten hatten einen soliden Tumor und 22 % (n = 48/221) eine hämatologische Grunderkrankung. 78 % (n = 173/221) der dokumentierten Krebspatienten erhielten ein „Full-Code“-Intensivmanagement. 43 % (n = 94/221) der HO-Patienten wurden beatmet und 41 % (n = 90/221) erhielten Katecholamine. Der mediane SAPS-II-Score (Simplified Acute Physiology Score) war 35 (interquartile range [IQR] = 24–48) und der mediane TISS-Score (Therapeutic Intervention Scoring System) betrug 10 (IQR = 10–15).

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Analyse und Auswertung der zentrumsübergreifend erhobenen Daten erlauben erstmalig für Deutschland die Bestimmung der Prävalenz und Versorgungssituation von hämatologischen und onkologischen Patienten auf ICU/IMC-Stationen. Jeder 4. Patient in der vorliegenden Studie wies als Haupt- oder Nebendiagnose eine maligne Grunderkrankung auf (n = 316/1319 = 24 %). Das Versorgungsmanagement bei dieser Patientengruppe ist komplex und bedarf einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit.

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