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16.05.2019 | Leitthema

Prävention dialysekatheterassoziierter Infektionen

Zeitschrift:
Der Nephrologe
Autoren:
Dr. K. Schlieps, C. Erley
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Erley, Berlin
D. Fliser, Homburg/Saar

Zusammenfassung

Hämodialyse(HD)-Katheter können zu zahlreichen schwerwiegenden Komplikationen führen; die katheterassoziierte Bakteriämie (KAB) ist die häufigste Infektkomplikation bei HD-Patienten. Die katheterassoziierte Mortalität ist nicht nur durch Infektionen, sondern auch durch eine gesteigerte kardiovaskuläre Mortalität dramatisch erhöht. Gefäßkatheterassoziierte Infektionen sind keine schicksalhaften Ereignisse, sondern lassen sich in bis zu 70 % der Fälle durch konsequente Umsetzung etablierter Hygienestandards vermeiden. Wenn immer möglich, sollte die Anlage eines HD-Katheters vermieden werden; kritisch ist die zunehmende Katheterprävalenz bei Patienten, die eine chronische HD-Therapie beginnen. Die wichtigste Maßnahme zur Prävention katheterassoziierter Infektionen ist die konsequente Anwendung von einfachen Hygienestandards bei Katheterimplantation, Handhabung an der Dialyse und Verbandwechsel. Folgende wichtige Neuerungen wurden in die aktuellen Leitlinien aufgenommen: Untersuchungen konnten einen Zusammenhang zwischen personeller Besetzung im Pflegebereich und dem KAB-Risiko nachweisen. Für die Hautantiseptik vor Katheteranlage sowie die Desinfektion der Katheteransatzstücke wird die Kombination eines alkoholischen Antiseptikums mit einem Antiseptikum mit remanenter Wirkung (z. B. Octenidin) empfohlen. Es wird die Anwendung von chlorhexidinimprägnierten Verbänden zum Schutz der Insertionsstelle von nichtgetunnelten zentralvenösen Kathetern mit Einschränkungen empfohlen. Patienten sollten bei Betreten und Verlassen der Dialyseeinrichtung eine hygienische Händedesinfektion durchführen.

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