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01.11.2010 | CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 6/2010

Der Nephrologe 6/2010

Prävention hämodialysekatheterassoziierter Infektionen

Zeitschrift:
Der Nephrologe > Ausgabe 6/2010
Autoren:
Dr. K. Schlieps, C. Erley

Zusammenfassung

Katheterassoziierte Infektionen sind häufig, kostenintensiv und potenziell tödlich. Die katheterassoziierte Bakteriämie ist die häufigste Infektkomplikation und Infektionen sind die zweithäufigste Todesursache bei Hämodialysepatienten. Wenn immer möglich sollte die Anlage eines Hämodialysekatheters vermieden werden. Bei mangelnden Alternativen – einschließlich Peritonealdialyse – und einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von mehr als drei Wochen sollte ein permanenter Tunnelkatheter in die V. jugularis rechts implantiert werden. Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen sind hygienische Händedesinfektion und strikte aseptische Bedingungen bei Katheterimplantation, Verbandwechsel und Handhabung an der Dialyse. Schulungen und die Implementierung einfacher Hygienestandards führen zu einer deutlichen, nachhaltigen Reduktion katheterassoziierter Bakteriämien und sind kosteneffektiv. Eine nachgeordnete Rolle spielen technische Innovationen, die beste Evidenz liegt für die Anwendung antimikrobieller Salben und sog. Lock-Lösungen vor.

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