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17.12.2018 | Prävention und Rehabilitation in der Pneumologie | Nachrichten

Pneumologen warnen

5000 Tonnen Feinstaub in der Silvesternacht

Am Neujahrstag erreicht die Feinstaubbelastung in Deutschland Spitzenwerte. Die Feinstaubmenge, die durch Raketen und Böller ausgestoßen wird, macht fast einen Fünftel der jährlichen Gesamtmenge durch den Straßenverkehr aus, teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mit. Die verschmutzte Luft reizt die Atemwege, erinnert die Gesellschaft.

Besonders stark würden kleine Kinder, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen, vor allem der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems, belastet. Die DGP ruft daher dazu auf, den Gebrauch von Feuerwerkskörpern zu reduzieren oder darauf zu verzichten.

Laut Umweltbundesamt schießen die Deutschen in jeder Silvesternacht rund 5000 Tonnen Feinstaub mit Feuerwerkskörpern in die Luft, heißt es in der Mitteilung. „Das sind extrem hohe Werte, die die allermeisten Städte an keinem anderen Tag im Jahr erreichen“, wird Professor Holger Schulz vom Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt zitiert.

Laut Gesetz darf der Tagesmittelwert für Feinstaub (PM10) an jeder Messstelle höchstens 50 μg/m3 Luft betragen. Am vergangenen Neujahrsmorgen wurde dieser Grenzwert an 32 Stationen um ein Vielfaches überschritten, so die Pneumologen. Besonders hoch seien die Werte in Leipzig , München und Nürnberg gewesen.

Wie schnell die Feinstaubbelastung nach Silvester abklingt, hänge vor allem von den Wetterverhältnissen ab. Bei windstillem Wetter könne die verschmutzte Luft mehrere Tage über der Region „liegen bleiben“ und sich in den unteren Schichten der Atmosphäre anreichern. Wie sehr Feinstaub und andere Luftschadstoffe die Gesundheit belasten, ist durch viele internationale Studien gut belegt. Die DGP hat den aktuellen Kenntnisstand dazu kürzlich in einem Positionspapier veröffentlicht.


Wie sollte man sich gegen den Feinstaub schützen?

Langfristig schadet die schmutzige Luft nicht nur der Lunge, sondern auch dem Herz-Kreislauf-System, dem Stoffwechsel und beeinträchtigt sogar die Entwicklung von Föten im Mutterleib, erinnert die DGP. Kleine Kinder, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen leiden laut DGP an den ersten Tagen im neuen Jahr besonders häufig unter Husten und Atembeschwerden und müssen vermehrt mit akuten Problemen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Schutzmöglichkeiten gibt es für diese Patientengruppen kaum, da die gängigen Atemschutzmasken die gefährlichen Partikel nur unzureichend herausfiltern können. „Halten Sie sich bevorzugt in dünn besiedelten Gebieten jenseits der großen Städte auf, wo die Luft sauberer bleibt“, rät der Experte.

(eb/ikr)

Quelle: Ärzte Zeitung

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