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Über dieses Buch

Herzschrittmacher: Eine der erfolgreichsten Therapien in der Kardiologie.
Nach wie vor handelt es sich aber um ein Medizinprodukt, das entsprechend der Bedürfnisse des Patienten eingestellt, überwacht und gewartet werden muss. Die Schrittmacherkontrolle ist ein komplexes Thema und birgt viele Stolperfallen.

Der kompakte Leitfaden zur Herzschrittmacher-Nachsorge für Station, Ambulanz, Arztpraxis

Anatomisch-physiologische und technische GrundlagenGeräte und Funktionen aller wichtigen HerstellerIndividualisierte SchrittmacherprogrammierungVon der Routinekontrolle über Optimierungsmöglichkeiten bis zur Behandlung von KomplikationenKorrekte Interpretation von Diagnostikdaten bei hämodynamischen und/oder rhythmologischen AkutproblemenMit Hinweisen auf potentielle Fehler und praktischen Tipps

NEU u.a.

relevante klinische Studienergebnissetechnische Innovationen, MRT-KompatibilitätNeue und weiterentwickelte Algorithmen und Diagnosefunktionen

Auch geeignet als Lehr- und Lernbuch für die Sachkundekurse „Herzschrittmacher-Therapie“.

Nach den Leitlinien/Empfehlungen

DGK Deutschen Gesellschaft für KardiologieBÄK BundesärztekammerDKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Zusammenfassung
Der Schrittmacher ist ein elektronischer Impulsgeber, der den Herzmuskel bei zu langsamem Herzschlag stimuliert und depolarisiert. Herzschrittmacher beobachten die Herzfrequenz und geben bei Bedarf Stimulationsimpulse ab. Mittels Programmierung können die Schrittmacherfunktionen an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

2. Schutzfunktionen

Zusammenfassung
In Zweikammersystemen wird nach einem atrialen Stimulus ein ventrikuläres Blanking (PAVB = postatriales ventrikuläres Blanking) gestartet. Das PAVB soll ein Übersprechen (AV-Crosstalk) des atrialen Impulses auf den ventrikulären Kanal verhindern. Atriales Übersprechen bedeutet, dass der atriale Stimulus, bzw. sein Nachpotenzial, im Ventrikel erkannt, als ventrikuläres herzeigenes Signal fehlinterpretiert wird und der Schrittmacher inhibiert ist.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

3. Algorithmen zur Optimierung der Hämodynamik

Zusammenfassung
Frequenzadaptation ermöglicht eine belastungsabhängige, sensorgesteuerte Erhöhung der Grundfrequenz bei chronotroper Inkompetenz. Ziel ist es, im Idealfall die physiologische Reaktionsweise des gesunden Sinusknoten zu imitieren, was durch die gegenwärtige Sensortechnologie noch nicht zu erreichen ist.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

4. Basisnachsorge

Zusammenfassung
Die Aufgaben der Nachsorge bestehen in der Anamnese, der Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Schrittmachersystems und Integrität der Sonden, Überprüfung des Batteriestatus, Energieoptimierung, Diagnose und Management von Fehlprogrammierungen bzw. Fehlfunktionen, Individuelle Optimierung der programmierbaren Parameter mit Aktivierung der zur Verfügung stehenden Diagnostik- und Therapieoptionen, System-Upgrading (Zweikammer-, CRT-System, Defibrillator).
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

5. Erweiterte Nachsorge

Zusammenfassung
Die erweiterte Nachsorge besteht aus Wenckebach-Punktbestimmung, retrogradem Leitungstest, Magnettest, Inhibitionstest, Provokationstest, Belastungstest, Simulation der Belastungsfrequenzen , Langzeit-EKG-Untersuchungen, Röntgendiagnostik und Echokardiographie. Gegebenenfalls kann die Nachsorge in Form eines Telemonitorings durchgeführt werden.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

6. Diagnosefunktionen

Zusammenfassung
Herzschrittmacher verfügen über umfangreiche Speicher- und Diagnosefunktionen. Gespeicherte Daten liefern detaillierte Einblicke in die Funktionalität des Schrittmachers und geben Informationen über den Rhythmus des Patienten. Sie erlauben eine Optimierung der Schrittmacherprogrammierung unter Berücksichtigung der Grunderkrankung.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

7. Programmierung

Zusammenfassung
Wenn die Diagnosespeicher ausgelesen und die Tests für die Nachsorge durchgeführt sind, sollte unter Berücksichtigung des Patientenstatus und der Schrittmacherindikation überprüft werden, ob eine Anpassung oder Optimierung der programmierbaren Parameter erforderlich ist.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

8. Komplikationen

Zusammenfassung
Das Kapitel beschreibt die peri- und postoperativen Komplikationen unmittelbar nach dem Eingriff sowie die Komplikationen im Langzeitverlauf.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

9. Troubleshooting

Zusammenfassung
Die Funktionalität heutiger Schrittmachersysteme erlaubt neben der einfachen Impulsabgabe eine differenzierte Analyse von Rhythmusstörungen und eine automatische Begrenzung der ventrikulären Stimulationsfrequenz der Mehrkammersysteme bei atrialen Arrhythmien und gestörter AV-Überleitung. Terminierung von PMTs, Moduswechsel bei intrinsischer Überleitung sowie Sicherheitsstimulation und eine Vielzahl von aggregatspezifischen Sonderfunktionen sind implementiert und teilweise schon bei Implantation automatisch aktiviert. Die Diagnose einer fehlerhaften Schrittmacherfunktion ist ohne Kenntnis dieser komplexen Algorithmen nicht möglich. Ein im Oberflächen-EKG auf den ersten Blick offensichtlich unerwünschtes Schrittmacherverhalten entpuppt sich bei Kenntnis der Komplexität der Algorithmen nicht als Fehlfunktion, sondern als Normalbefund – aus Sicht des Schrittmachers –, definiert durch die vorgegebene Programmierung.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

10. Antworten auf häufige Patientenfragen

Zusammenfassung
In der Praxis werden der behandelnde und der überweisende Arzt des Schrittmacherpatienten vor und nach der Operation mit einer Fülle berechtigter Fragen konfrontiert. Nach dem Motto „je einfacher die Frage, desto schwieriger die Antwort“ kann eine rasche und eindeutige Auskunft problematisch sein. Die hier vorgeschlagenen Antworten, die sich an gängigen Schrittmachersystemen und Behandlungsmethoden, an unserem derzeitigen Wissensstand und der Verständlichkeit für die Patienten ausrichten, mögen Hilfestellung geben.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

11. Notfälle und Probleme bei Herzschrittmacherpatienten

Zusammenfassung
Notfallsituationen, die während der Schrittmachernachsorge auftreten, können durch sofortiges Eingreifen in der Regel behoben werden, etwa Asystolie oder Bradykardie beim Reizschwellentest oder Magnetauflage, atriale Tachykardien oder ventrikuläre Tachykardie bzw. Kammerflimmern. Notfallmaßnahmen im Alltag werden nach Alarmierung der Rettungskette den aktuellen Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) entsprechend durchgeführt in Form von Basic Life Support und Advanced Life Support. Die externe Herzmassage zur Reanimation sollte leitliniengerecht durchgeführt werden, eine Dislokation der Sonde durch die Herzdruckmassage ist allenfalls innerhalb der ersten Wochen nach Implantation theoretisch denkbar, muss jedoch in Kauf genommen werden. Darüber hinaus beschreibt das Kapitel Problemlösung durch Umprogrammierung.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

12. Schrittmacherindikationen und Systemauswahl

Zusammenfassung
Bei der Indikationsstellung zur Schrittmacherimplantation sollten neben der jeweiligen Rhythmusstörung die kardiale Grunderkrankung, eine rechts-links-ventrikuläre Dyssynchronie und die Ejektionsfraktion mit in die Überlegungen einbezogen werden.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

13. Neue Trends/Ausblick

Zusammenfassung
Das Kapitel stellt die folgenden Trens vor: Telemedizin, (bedingt) MR-sichere Herzschrittmachersysteme, Verbesserung der Unterscheidung von Stör- und Nutzsignalen, vollautomatische Herzschrittmacher und Dysfunktionen des Systems wie Exit- oder Entranceblock.
Diana Morschhäuser, Wilhelm Fischer, Michael Jakob

Backmatter

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