Primäres ZNS-Lymphom während der Behandlung von Autoimmunerkrankungen mit Azathioprin
Kasuistik und Literaturübersicht
- 01.04.2007
- Kasuistiken
- Verfasst von
- Dr. F. Kästner
- W. Paulus
- M. Deckert
- P. Schlegel
- S. Evers
- I.W. Husstedt
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 4/2007
Zusammenfassung
Wir berichten über eine 31-jährige Patientin, die nach immunsuppressiver Behandlung ein primäres Non-Hodgkin-Lymphom des Zentralnervensystems entwickelte. Zwei Jahre zuvor wurde bei der Patientin eine Colitis ulcerosa diagnostiziert. Nach einer 9-monatigen Schubprophylaxe mit Azathioprin erkrankte die Patientin zunächst an einer Listerienmeningitis. Das Nativ-CCT ergab zu diesem Zeitpunkt keine pathologischen Veränderungen. Drei Monate später stellten sich nach einem generalisierten epileptischen Anfall sowohl im nativen CCT als auch im MRT multiple zerebrale Rundherde dar, die trotz breiter antimikrobieller Therapie unter dem initialen Verdacht einer Meningoenzephalitis an Größe zunahmen. Durch eine stereotaktische Biopsie konnte histologisch und immunhistochemisch ein hochmalignes B-Zell-Lymphom gesichert werden. Vor dem Hintergrund eines eventuell auch kongenitalen Immundefektes, werden dieser Fall und das Risiko, unter der Behandlung einer Autoimmunerkrankung mit Azathioprin an einem primären ZNS-Lymphom zu erkranken, in einer aktuellen Literaturrecherche dargestellt.
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- Titel
-
Primäres ZNS-Lymphom während der Behandlung von Autoimmunerkrankungen mit Azathioprin
Kasuistik und Literaturübersicht - Verfasst von
-
Dr. F. Kästner
W. Paulus
M. Deckert
P. Schlegel
S. Evers
I.W. Husstedt
- Publikationsdatum
- 01.04.2007
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 4/2007
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-007-2255-7
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