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17.05.2019 | Übersichten Open Access

Prinzip der mendelschen Randomisierung und Anwendung in der kardiovaskulären Medizin

Zeitschrift:
Der Kardiologe
Autoren:
Dr. med. J. L. Katzmann, B. A. Ference, U. Laufs

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Methode der mendelschen Randomisierung wird zunehmend zur Auswertung genetischer und epidemiologischer Daten genutzt. Korrekt angewendet, können wichtige Erkenntnisse für die klinische Forschung, Entwicklung neuer Pharmaka und die Patientenversorgung gewonnen werden.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Übersichtsarbeit soll das Prinzip, Anwendungsmöglichkeiten und Limitationen der mendelschen Randomisierung anhand von Beispielen aus der kardiovaskulären Medizin aufzeigen.

Material und Methode

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in PudMed. Weiterhin flossen Erfahrungen der Autoren in der Anwendung der mendelschen Randomisierung ein.

Ergebnisse

Mithilfe der mendelschen Randomisierung können Menschen anhand von genetischen Markern randomisiert werden. Geeignete genetische Marker sind direkt mit einer lebenslangen Exposition assoziiert. Bei Nachweis einer Assoziation zwischen dem genetischen Marker und einer Erkrankung kann man von einer kausalen Beziehung zwischen der Exposition und der Erkrankung ausgehen. Somit können aus epidemiologischen Daten Schlussfolgerungen zur Kausalität einer Assoziation und deren quantitativer Ausprägung gezogen werden. Weiterhin können mithilfe der mendelschen Randomisierung die Ergebnisse klinischer Studien antizipiert werden, was Rückschlüsse über bekannte Wirkstoffe erlaubt und der Entwicklung neuer pharmakologischer Prinzipien dient. Die Limitationen der mendelschen Randomisierung müssen bei der Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse beachtet werden.

Schlussfolgerung

Um Studien, welche auf dem Prinzip der mendelschen Randomisierung beruhen, kritisch interpretieren zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen der Methode notwendig.

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